Die Wasserqualität in Meeren, Flüssen und Seen Europas ist fast überall sehr hoch. 96 Prozent aller Badegewässer in der Europäischen Union erfüllten die Mindest-Qualitätsstandards, 85 Prozent seien »ausgezeichnet«, teilte die Europäische Umweltagentur mit. Die Wasserqualität blieb damit auf dem gleichen Niveau wie bereits im vergangenen Jahr. In Deutschland erreichten 90,9 Prozent der knapp 2.300 Badestellen exzellente Wasserqualität. Damit landete die Bundesrepublik auf Platz 7 der 29 analysierten Länder.

Insgesamt hat sich die Qualität von Badegewässern der Umweltagentur zufolge in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Grund dafür ist, dass weniger unbehandeltes oder nur teilweise behandeltes Abwasser abgeleitet wird. Außerdem zeige sich bei der Wasserqualität die langfristige Wirkung europäischer Umwelt- und Gewässerschutzvorschriften.

Mehr als 22.000 Badestellen in Europa wurden ausgewertet

Besonders gering ist die Belastung mit Bakterien dem Bericht zufolge in Badegewässern an der Küste. »Flüsse stellen weiterhin eine besondere Herausforderung dar«, hieß es von der Umweltagentur dagegen. Während 88 Prozent der Küstenbadegewässer als ausgezeichnet bewertet wurden, lag dieser Anteil bei Flüssen und Seen bei 78 Prozent.

Für die jährliche Analyse der Badegewässer hat die Umweltagentur EU-Daten zu mehr als 22.000 Badestellen in den 27 EU-Staaten, Albanien und der Schweiz ausgewertet. Grundlage sind Messungen zur Belastung des Wassers mit Bakterien, die gesundheitliche Risiken für Badende darstellen können. Ergänzend steht eine interaktive Karte zur Verfügung, die einen Überblick über die Wasserqualität an Europas Badestellen bietet. 

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