Emotionen wecken, eigene Erinnerungen aufleben lassen, die Betrachter berühren: All das können gute Fotografen. Bei der Preisübergabe des diesjährigen Fotowettbewerbs der Stadt Kitzingen wurde das ersichtlich.
Oberbürgermeister Enis Tiz betonte, dass Fotografieren eine Kunst sei. Gute Bilder würden eine Geschichte erzählen, bestenfalls sogar eine neue Perspektive und eine neue Welt erschließen. „Ihre Bilder machen etwas sichtbar, was andere Menschen zunächst einmal nicht sehen“, wandte er sich laut Pressemitteilung an die Preisträger.
Parallel zur World-Press-Photo-Ausstellung ruft die Stadt Hobbyfotografen zu einem Wettbewerb auf. Anlässlich der 20. Ausstellung im Frühjahr lautete das Thema „20!“ Ein abstraktes und durchaus herausforderndes Thema, wie Laudator und Jury-Mitglied Frank Freihofer meinte. Tatsächlich lag die Zahl der Einsendungen in diesem Jahr bei rund 80 – und damit unter dem Schnitt der vergangenen Jahre.
Auf den Spuren des Vaters
Dafür hatten sich die Teilnehmer eine Menge Gedanken gemacht, um das Thema bestmöglich als Bild umzusetzen. Am besten gelang das nach Ansicht der Jury Ad van Wagensveld aus Karbach. Einige Stunden habe er mit seiner Frau in die Aufnahme „Meine Liebe mit 20“ gesteckt, verriet der Mann, der auch 2025 den ersten Platz belegte. Entstanden ist ein „emotional sehr berührendes“ Foto, wie Freihofer meinte.
Eine spannende Geschichte steckt auch hinter dem Foto des Zweitplatzierten, André Knudsen. Der Würzburger hat sich auf die Spuren seines Vaters auf die Nordseeinsel Pellworm begeben. Tagelang hat er dort Erinnerungsstücke wie „Omas Topf“ fotografiert und dabei auch seine eigene Vergangenheit noch einmal durchlebt, wie er bei der Preisübergabe berichtete. (jul)
Die Gewinner: Ad van Wagensveld; 2. Platz: André Knudsen; 3. Platz: Robert Zimmer; 4. Platz: Eddi Kieser; 5. Platz: Ad van Wagensveld; 6. Platz: Ehrenfried Schüller; 7. Platz: Matthias Ernst; 8. Platz Robert Zimmer; 9. Platz: Edwin Fuchs; 10. Platz: Ekkehard Römmelt.