Zum Auftakt der Sommervorbereitung auf die kommende Saison 2026/27, siehe auch separaten BEITRAG, fehlte heute beim Bundesliga-Vierten FK Austria Wien auch Mittelfeldmotor Abubakr Barry, dessen Zukunft am Verteilerkreis seit Wochen Gegenstand intensiver Spekulationen ist. Der 25-jährige Gambier, der in der vergangenen Saison zu den prägenden Akteuren der Violetten zählte, wird mit mehreren Vereinen in Verbindung gebracht. Als Interessenten gelten unter anderem auch BL-Konkurrent FC Red Bull Salzburg sowie der ukrainische Klub Polissja Schytomyr.

In der abgelaufenen Bundesliga-Saison 2025/26 verbuchte Abubakr Barry je vier Tore und Assists für die Wiener Austria. Der Gambier hat noch bis Juni 2027 einen Vertrag bei den Veilchen, für die der großgewachsene Mittelfeldspieler in zwei Spielzeiten wettbewerbsübergreifend 70 Pflichtpartien absolvierte.
Austria setzt auf interne Lösungen
Nach Angaben der Austria befindet sich Abubakr Barry nach seinen Einsätzen für die Nationalmannschaft Gambias noch auf Urlaub und soll erst am Montag, den 29. Juni zur Mannschaft stoßen. FAK-Cheftrainer Stephan Helm machte gegenüber dem ORF keinen Hehl daraus, dass er den Mittelfeldspieler gerne weiterhin im Austria-Trikot sehen würde.
Gleichzeitig verwies der 43-jährige Burgenländer darauf, dass Barrys starke Leistungen naturgemäß das Interesse anderer Klubs geweckt hätten. Dies sei einerseits eine Auszeichnung für den neunfachen Nationalspieler seines Landes selbst, andererseits auch ein Beleg für die erfolgreiche Entwicklung innerhalb des Vereins. Die Gespräche seien weiterhin im Gange, weshalb derzeit offenbleibe, ob der 1,90 Meter-Mann einen Wechsel anstreben werde oder den Violetten erhalten bleibe.
Für den Fall eines Abgangs plant der Klub laut Stephan Helm keinen direkten Ersatz für den Gambier. Dennoch sehe man sich auf eine solche Situation vorbereitet. Potenzielle Nachfolger würden sich bereits innerhalb des bestehenden Kaders finden. Sollte es dennoch zu einer Neuverpflichtung kommen, würde diese eher ein anderes Spielerprofil betreffen und weiter vorne im Offensivbereich angesiedelt sein.
Auch FAK-Stammkraft Reinhold Ranftl unterstrich die Bedeutung Barrys für die Mannschaft. Der Flügelspieler bezeichnete seinen Teamkollegen als Unterschiedsspieler und räumte ein, dass ein Abschied sportlich schmerzhaft wäre. Zugleich zeigte der 34-jährige Steirer Verständnis für die Situation des Mittelfeldakteurs.
Im Profifußball müsse man nachvollziehen können, wenn sich für einen Spieler die Möglichkeit eröffne, sich sowohl sportlich als auch finanziell weiterzuentwickeln. Ranftl hob zudem Barrys Charakter sowie dessen fußballerische Qualitäten hervor und betonte dessen hohen Stellenwert innerhalb der Mannschaft.
Siehe auch:
Fotocredit: Josef Parak