
Eva Krumm
Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy – ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Der Philips Evnia 27M2N6501L ist ein QD-OLED-Gaming-Monitor für den kleineren Geldbeutel. Mit einem Preis von rund 399 Euro gehört er zu den günstigeren OLED-Modellen auf dem Markt.
Neben meiner Nintendo Switch OLED ist der 27M2N6501L mein erster OLED-Monitor, entsprechend neugierig war ich auf das Gerät. Das Design fällt schlicht aus und setzt auf eine weiß-silberne Farbgebung mit einem schlanken Standfuß. Davon bin ich ehrlich gesagt ein großer Fan, da ich gerne möglichst viel Ablagefläche auf meinem Schreibtisch habe. Auf der Rückseite befindet sich zudem ein kleiner Haken, an dem man theoretisch sein Headset aufhängen kann, wenn es gerade nicht benötigt wird.
Der Monitor bietet HDR10, eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln und eine Bildwiederholrate von 240 Hz. Ich habe ihn direkt mit meinem älteren MSI-Monitor verglichen, der ebenfalls mit derselben Auflösung und HDR10 arbeitet, allerdings kein OLED-Panel besitzt. Da beide Monitore nebeneinander stehen, war der Unterschied sofort sichtbar. Vor allem die Farbdarstellung und das tiefe Schwarz stechen direkt ins Auge. Gerade bei Spielen macht sich das deutlich bemerkbar.
Philips Evnia 27M2N6501L
OLED zeigt seine Stärken
Ich habe auf dem 27M2N6501L nicht nur diverse Spiele gespielt, sondern auch Serien und Filme geschaut. Besonders beeindruckt war ich, als ich Spider-Noir in der Schwarz-Weiß-Version gestartet habe. Die Serie auf einem OLED-Display zu sehen, war wirklich beeindruckend, da die starken Kontraste und tiefen Schwarztöne hier besonders gut zur Geltung kommen. Nur die Bildschirmhelligkeit könnte für meinen Geschmack noch einen ticken heller sein.
Da ich gerne JRPGs, aber auch Horrorspiele spiele, war ich natürlich besonders gespannt auf diesen Bereich. Ich habe mich deshalb durch einen Teil meiner Bibliothek gespielt und unter anderem Silent Hill f sowie Outlast auf dem Monitor ausprobiert. Gerade dunkle Umgebungen profitieren enorm vom OLED-Panel. Das Ergebnis ist, dass ich mich jetzt noch mehr darauf freue, kommende Horrorspiele wie Silent Hill: Townfall auf diesem Bildschirm zu erleben.
Dank der 240 Hz werden Spiele außerdem ausgesprochen flüssig dargestellt. Unterstützt werden sowohl Nvidia G-Sync als auch AMD FreeSync, sodass Besitzer aktueller Grafikkarten ebenfalls auf ihre Kosten kommen.
Philips Evnia 27M2N6501L
Flexible Anschlüsse und einfache Einrichtung
Der Aufbau des Monitors war unkompliziert. An Anschlüssen stehen zweimal HDMI, einmal DisplayPort, ein AUX-Anschluss sowie mehrere USB-Anschlüsse zur Verfügung. Ich habe meinen PC über DisplayPort angeschlossen, während meine Switch 2 und die PS5 die beiden HDMI-Anschlüsse belegen. Dadurch kann man problemlos zwischen den verschiedenen Plattformen wechseln.
Der Monitor lässt sich außerdem ohne Probleme in der Höhe verstellen und um 90 Grad drehen. Dadurch kann man ihn flexibel an das eigene Setup anpassen. Sämtliche wichtigen Kabel werden direkt mitgeliefert, darunter Stromkabel, HDMI-Kabel, DisplayPort-Kabel und ein USB-Kabel.
Das DisplayPort-Kabel fiel für meinen Geschmack etwas kurz aus, da ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch nutze. Dafür verfügt der Standfuß über eine praktische Kabelführung, wodurch sich die Kabel ordentlich verlegen lassen und das Kabelmanagement deutlich einfacher wird.
Die Einstellungen erreicht man über einen kleinen Steuerknopf an der rechten Unterseite des Monitors. Darüber lässt sich das Bild sehr detailliert an die eigenen Vorlieben anpassen. Wer hier das optimale Ergebnis erzielen möchte, sollte allerdings etwas Zeit einplanen.
Philips Evnia 27M2N6501L
Ambiglow und Schutzfunktionen
Darüber hinaus verfügt der Monitor über das KI-basierte Ambiglow-System. Die Beleuchtung auf der Rückseite passt sich dabei dynamisch an die Bildinhalte an. Das ist eine nette Spielerei und sicherlich ein Feature, an dem viele Nutzer ihre Freude haben werden.
Da sich mein Schreibtisch allerdings vor einer dunkelgrünen Wand befindet und auch die Möbel eher dunkel gehalten sind, kam der Effekt bei mir nur begrenzt zur Geltung. Wer hingegen eine helle Wand hinter dem Monitor hat, dürfte deutlich mehr davon profitieren.
Zusätzlich bietet der Philips Evnia 27M2N6501L verschiedene Schutzmechanismen gegen Einbrenneffekte. Die Pixel-Aktualisierung wird beispielsweise regelmäßig automatisch durchgeführt. Einige Minuten vorher erscheint eine entsprechende Warnung auf dem Bildschirm. Der Vorgang lässt sich nicht überspringen, dauert jedoch meist nur wenige Minuten und fällt im Alltag kaum negativ auf.
Eigenschaft
Details
Panel
QD-OLED
Auflösung
2.560 x 1.440 Pixel (WQHD)
Bildwiederholrate
240 Hz
HDR
HDR10
Adaptive Sync
AMD FreeSync & NVIDIA G-Sync
Anschlüsse
2x HDMI, 1x DisplayPort, USB, AUX
Besonderheiten
Ambiglow, MultiView, OLED-Schutzfunktionen
Preis
ca. 399 Euro
Fazit zu Philips Evnia 27M2N6501L
Mit dem Evnia 27M2N6501L liefert Philips einen überraschend attraktiven Einstieg in die Welt der OLED-Gaming-Monitore. Besonders die Bildqualität mit ihren kräftigen Farben, den hervorragenden Kontrasten und dem tiefen Schwarz weiß zu überzeugen. Gerade Fans von Horror-Spielen, atmosphärischen Singleplayer-Titeln oder Filmen profitieren enorm von den Stärken des QD-OLED-Panels.
Auch die 240-Hz-Bildwiederholrate, die umfangreichen Anschlussmöglichkeiten und die flexible Ergonomie hinterlassen einen positiven Eindruck. Ambiglow bleibt Geschmackssache, die OLED-Schutzfunktionen arbeiten hingegen zuverlässig und teilweise unauffällig im Hintergrund.
Für rund 399 Euro erhält man hier ein Gesamtpaket, das deutlich teureren OLED-Monitoren erstaunlich nahekommt. Wer den Schritt von einem klassischen LCD- oder IPS-Monitor auf OLED wagen möchte, findet im Philips Evnia 27M2N6501L einen starken und vergleichsweise preiswerten Einstieg.
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