Wie ist Alleskönner Messi zu stoppen? „Er bewegt sich extrem variabel. Er ist überall am Feld – er überlagert im Zentrum, dann lässt er sich wieder fallen. Deswegen würde eine Manndeckung auch keinen Sinn machen. Ihm nachzulaufen, ist unmöglich“, erklärt Oesen.
Restangriff statt Restverteidigung
Sein Rezept: „Du musst ihn extrem nah markieren, musst Mehrkämpfe herstellen, um als einzelner Spieler im Duell mehr Risiko nehmen zu können. Er wird die eine oder andere Situation bekommen. Da müssen wir richtig eng am Mann sein und den freien Schuss verhindern.“
Dass der Weltstar nicht übermäßig motiviert ist, am Defensivspiel seiner Mannschaft teilzunehmen, mache ihn noch einmal besonders gefährlich.
Oesen: „Er hat im Spiel gegen den Ball nicht seine größten Stärken, ist dadurch aber extrem gefährlich, weil er sich in eine Position begibt, in der er in dem Moment, in dem du den Ball verlierst, schon die perfekte Umschaltposition einnimmt. Man spricht oft über Restverteidigung, er bildet den Restangriff. Das macht es schwierig, in der Positionierung mutig zu sein, weil du immer im Hinterkopf haben musst, dass er bei einem Ballverlust in einer guten Position ist.“
Keine Extra-Sitzung wegen Messi
Es werde „keine Sitzung über Lionel Messi geben“, kündigt er an. Argentinien hat abgesehen von ihm immerhin jede Menge weitere Spiele von Weltklasse-Format aufzubieten.
Der Co-Trainer hebt vor allem die Mittelfeld-Zentrale hervor.