Wegen einer extremen Hitzewelle verbietet Frankreich den
Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit während des landesweiten Musikfestes Fête de la Musique in besonders betroffenen Regionen. Dies teilte das
Büro von Ministerpräsident Sébastien Lecornu mit.
Das Verbot gelte am 21. Juni in allen Departements,
für die ab Sonntagmittag die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen werde. Die
örtlichen Verwaltungen würden entsprechende Verordnungen für den öffentlichen
Raum erlassen. Bei allen staatlich organisierten Veranstaltungen werde kein
Alkohol ausgeschenkt. Die
Regierung
rief allgemein dazu auf, den Alkoholkonsum bei dem Musikfest zu begrenzen, um Rettungsdienste zu entlasten. Wegen der Hitze hatten mehrere Orte die Fête de la Musique bereits abgesagt.
Der
französische Wetterdienst verhängte für Sonntag nahezu im gesamten Land die
höchste oder zweithöchste Warnstufe, mit erwarteten Spitzentemperaturen zwischen
38 und 41 Grad.
Die höchste Warnstufe Rot soll Météo-France zufolge für 35 Departements gelten. Dies gelte auch für die Millionenmetropole Paris. Für 60 Departements soll die zweithöchste Warnstufe Orange mit
Werten bis zu 38 Grad gelten. Frankreich ist in insgesamt 101 Departements aufgeteilt. Davon liegen 96 im Kernland und fünf in Überseegebieten.
Höhepunkt der Hitzewelle zwischen Sonntag und Dienstag
Am Freitag hatte der Wetterdienst gewarnt, die Hitzewelle werde »flächendeckend, lang anhaltend und intensiv«. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu
40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu
auf, sich in den kommenden Tagen verstärkt um ältere Menschen zu
kümmern. Die französische Bahn strich zahlreiche Fernzüge, vor allem um die Mittagszeit, um Pannen bei den Klimaanlagen vorzubeugen.
Frankreich erlebte bereits im Mai eine extreme Hitzewelle. Während einer Hitzewelle im Juni des vergangenen Jahres waren landesweit rund 2.200 Schulen geschlossen worden. Auch in den kommenden Tagen fällt an vielen Schulen der Unterricht aus. Wissenschaftler warnen, dass Hitzewellen in Europa infolge des menschengemachten Klimawandels häufiger auftreten.
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