Wilde Szenen haben sich am Freitagnachmittag in der St. Pöltner Innenstadt abgespielt. Eine Gruppe junger Männer geriet in eine handfeste Auseinandersetzung, die rasch außer Kontrolle geraten sein dürfte. Insgesamt wurden zwei Männer dabei verletzt.

Die Auseinandersetzung soll in der Nähe des Afghan-Supermarkts am Bahnhofplatz haben. Mehrere Beteiligte sollen auf einen Kontrahenten eingeschlagen haben. Im Zuge der Rauferei zog einer der Angreifer ein Messer und stach auf sein Opfer ein. Er verletzte den Mann am Oberarm.

Laut Informationen der Polizei soll der Täter nach der ersten Attacke in die Klostergasse geflüchtet sein. Dort ging er mit dem Messer auf einen Unbeteiligten, ebenfalls aus Afghanistan, los und versetzte ihm einen Bauchstich. Beide Männer wurden erstversorgt und ins Universitätsklinikum gebracht.

Polizei schritt rasch ein

Polizisten der Inspektionen Bahnhof und Landhaus waren rasch vor Ort und konnten die Situation unter Kontrolle bringen. „Der Angreifer wurde festgenommen“, bestätigte St. Pöltens Polizeichef Franz Bäuchler.

Auch ein Zeuge schildert die dramatischen Momente. „Ich wollte noch dazwischengehen, habe laut geschrien“, wird er vom „Kurier“ zitiert. „Zum Glück war die Polizei sehr rasch zur Stelle.“

Rasche Reaktion der Politik

Der Vorfall blieb auch politisch nicht ohne Reaktion. FPÖ-Gemeinderat Martin Antauer äußerte sich kritisch und sprach von „Zuständen“, vor denen man gewarnt habe. Und Stadtrat Klaus Otzelberger ergänzt: „St. Pölten hat ein Problem und das wird von Rot-Grün ignoriert. Wir benennen das Problem: Ausländerkriminalität.“

Bürgermeister Matthias Stadler dankte der Polizei und alljenen, die eingeschritten sind im Namen der Stadtregierung. „Das Geschehene ist entsetzlich, aber aus so einem tragischen Vorfall politisches Kapital schlagen zu wollen, ist letztklassig und dient nur dazu Angst zu schüren“, so Stadler, der auch festhält, dass die „Kriminalität in St. Pölten – vor allem bei Gewaltdelikten – in den letzten Jahren stetig zurückgegangen ist“. Dennoch können solche Vorkommnisse „leider nie ganz ausgeschlossen“ werden können.