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Peine (Niedersachsen) – Großer Wirbel um diese Nackte: Über sechs Meter ragt sie in die Höhe, 20 Tonnen schwer, hellbraun – und blank. Eine Skulptur am Straßenrand der Bundesstraße 494 bei Hohenhameln-Bründeln (Landkreis Peine) sorgt für Wirbel. Die Statue zeigt eine hochschwangere Frau mit prallen Formen. Nicht alle Anwohner des 164-Einwohner-Dorfes sind begeistert.
Inspiriert wurde die aus Stein gehauene Figur von der schwangeren Tennisspielerin Serena Williams, wie der NDR berichtet. Einiges sei bewusst überzeichnet, so Bildhauer Dieter Homeyer, damit die markante rote Farbe des Steins aus der Nähe von Salzburg nicht die gesamte Aufmerksamkeit einnehme. Ziel erreicht – der Wirbel um die Nackte ist riesig.
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Ein Anwohner zum NDR: „Es hat überhaupt nichts mit der Kultur von Niedersachsen, von Deutschland oder dieser Ortschaft zu tun.“ Und ein anderer meint: „Schwangere Frauen haben wir alle gesehen, wissen, wie unsere eigenen ausgesehen haben, da brauche ich mir die nicht angucken.“ Ein anderer Dorfbewohner sieht es positiver: „Kunst bereichert die Welt, in unserer schlechten Welt, die wir schon haben.“ Und eine Anwohnerin findet das Werk immerhin „nicht unnett“.
Von Frauen durchweg positive Reaktionen
Man könne das Werk als Fruchtbarkeitsgöttin bezeichnen, nicht zuletzt wegen der fruchtbaren Böden in der Region, auf denen die Skulptur stehe, so der Macher. Die konkrete Bedeutung seines Werkes „Mea Dea“ will Künstler Homeyer aber lieber anderen überlassen, wie er sagt.
Von Frauen habe er durchweg positive Reaktionen erhalten, berichtet Homeyer. Sie ließen sich unter anderem mit der Aussage zusammenfassen: „Endlich wird eine Frau in der deformierten Form der Schwangerschaft gezeigt und nicht in der idealisierten Form der männlichen Vorstellung.“ Umgeben von Feldern, Bäumen und Windrädern steht die Statue nun am Straßenrand – weithin sichtbar für alle Vorbeifahrenden.
Korrektur
In einer früheren Version des Artikels schrieben wir, dass Hohenhameln-Bründeln im Landkreis Hildesheim liegt. Der Ort liegt aber im Landkreis Peine. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, diesen zu entschuldigen.