De la Espriella kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 49,7 Prozent, der Senator Iván Cepeda auf 48,7 Prozent. Die Überprüfung aller Wahlprotokolle stand zunächst noch aus.
Der Wahlsieger de la Espriella ist von der Bewegung Defensores de la Patria (Verteidiger des Vaterlandes) und Anwalt. Er will unter anderem bewaffnete Gruppen mit militärischer Gewalt bekämpfen und setzt in der Wirtschaftspolitik auf Deregulierungen. Die Präsidentschaftswahl in Kolumbien wurde von der schlimmsten Gewaltwelle des Landes seit einem Jahrzehnt überschattet. Zehn Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen der Regierung und der vormals mächtigen Guerillaorganisation FARC sind in Kolumbien weiterhin viele bewaffnete Gruppen aktiv.