Die Hoffnung lebt im „Heiligen Land“: Mit dem 3:2-Erfolg bei Schlusslicht FC Blau-Weiß Linz hat die WSG Tirol ihre Ausgangslage vor der letzten Grunddurchgang-Runde verbessert. Die Mannschaft von Philipp Semlic darf weiterhin vom Einzug in die Meistergruppe träumen – die Entscheidung um die begehrten Top-Sechs-Tickets fällt erst nächsten Sonntag. Sportlich spielte der Video Assistant Referee beim jüngsten Auftritt in Linz keine ausschlaggebende Rolle. Dennoch nutzte Semlic die Gelegenheit, um im Zuge der jüngst kommunizierten Anpassungen rund um den VAR grundsätzliche Kritik zu äußern.

Semlic pocht auf technische Weiterentwicklung
Der WSG Tirol-Cheftrainer betonte gegenüber der Tiroler Tageszeitung, dass das Instrument an sich sinnvoll sei, die technische Umsetzung jedoch dringend weiterentwickelt werden müsse. In seinen Ausführungen machte der 42-jährige Steirer deutlich, dass es nicht ausreiche, lediglich punktuelle Verbesserungen vorzunehmen. Insbesondere der Umstand, dass bei 14:30 Uhr-Nachmittagsspielen weniger Kameras zum Einsatz kämen, greife aus seiner Sicht zu kurz. Entscheidend sei vielmehr, dass Abseitsentscheidungen nicht weiterhin manuell vorgenommen würden – hier brauche es moderne, digitale Lösungen, wie sie international längst etabliert seien.
Philipp Semlic verband seine Analyse mit einer klaren Forderung an die Verantwortlichen: Entweder man investiere substanziell in eine zeitgemäße technische Infrastruktur oder man müsse das System grundsätzlich hinterfragen. Ohne entsprechende Qualität bestehe die Gefahr, dass dem Feld-Schiedsrichter ein Stück seiner Autorität genommen werde, ohne dass gleichzeitig die notwendige Präzision gewährleistet sei.
Ungeachtet dieser Kritik hat die Österreichische Fußball-Bundesliga zuletzt die Fortführung des VAR bekräftigt. Für die kommenden Spielzeiten wird dabei mit einem neuen Partner zusammengearbeitet.
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Fotocredit: RiPu-Sportfotos