Trump hatte kürzlich vorgeschlagen, dass Syrien die Bekämpfung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Terrormiliz im Libanon übernehmen könnte. Falls Israel nicht mit der Hisbollah fertig werde, „ohne alle zu töten“, dann werde al-Scharaa diese Aufgabe übernehmen, sagte Trump.
US-Diplomat: Verhandlungen in der Schweiz gehen weiter
Die Gespräche zwischen Delegationen der USA und des Iran in der Schweiz gehen nach US-Angaben trotz eines Streits über Äußerungen von Präsident Donald Trump weiter. Ein US-Diplomat sagte in der Nacht auf Montag, die iranische Delegation befinde sich nach wie vor im Luxushotel Bürgenstock. Es werde erwartet, dass die Gespräche die Nacht über fortgesetzt würden.
Bei den Gesprächen gehe es unter anderem darum, „verwirrende Botschaften des Iran“ über die Straße von Hormus zu klären, sagte der US-Diplomat. Auch sollten Mechanismen eingerichtet werden, um sicherzustellen, dass die für den Erdöl- und Flüssiggas-Handel wichtige Meerenge vollständig geöffnet bleibe.
Gipfel unterbrochen? Verwirrung um iranische Delegation
Die iranische Abordnung soll die Friedensgespräche mit den USA in der Schweiz unterbrochen haben. Das berichtet die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund wurden erneute Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran angeführt. Ein pakistanischer Reporter vor Ort berichtet, die iranischen Verhandler hätten sich in ihre Zimmer im Luxushotel Bürgenstock zurückgezogen, in dem auch die Verhandlungen stattfinden. Iranische Staatsmedien berichten, es sei unklar, ob weiterverhandelt wird. Der Iran soll eine Entschuldigung von Trump verlangen. Hier lesen Sie mehr.
Trump hatte zuvor auf seinem Dienst Truth Social geschrieben, die USA würden erneut angreifen, wenn der Iran nicht die Unterstützung der Hisbollah im Libanon einstelle.
Pistorius: Trump trägt Schuld an Hormus-Krise
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat US-Präsident Donald Trump die Verantwortung für die anhaltende Krise um die strategisch wichtige Meerenge von Hormus zugewiesen. Letztlich habe Trump „den Korken in die Straße von Hormus reingedrückt“, sagte Pistorius am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Aber wir haben ein Interesse daran, ihn wieder rauszuholen“, fügte er hinzu. Voraussetzung für einen Bundeswehr-Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge sei unter anderem aber die Zustimmung der Anrainerstaaten Iran und Oman.
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