Bei Schüssen in einem jüdischen Viertel der kanadischen Metropole Montréal sind drei Menschen getötet worden. Es handle sich um einen Anrainer, einen Polizisten und den Verdächtigen, erklärte die Polizei am Montag. Eine Polizistin sei verletzt worden.
Der Einsatz laufe noch, teilten die Beamten weiter mit. Angaben zu den Umständen des Vorfalls oder zum Motiv des Verdächtigen machte die Polizei zunächst nicht.
Der jüdische Rettungsdienst Zaka teilte mit, der Angriff habe sich in der Nähe eines Chabad-Zentrums zugetragen. Es könne sich um einen Anschlag handeln, hieß es. Die kanadische Polizei bestätigte dies zunächst nicht.
Die im späten 18. Jahrhundert gegründete Chabad-Lubawitsch-Bewegung war zunächst in Russland verbreitet und dehnte sich dann über die Nachbarländer aus. Ihr Ziel ist es, Juden ihrer Religion und ihren Traditionen näherzubringen. Weltweit hat die Organisation nach eigenen Angaben mehr als 5000 Institutionen in mehr als 100 Ländern. (APA, AFP, dpa, TT)