Davis galt als einer der einflussreichsten Musikmanager und Produzenten der vergangenen Jahrzehnte. Er förderte und entdeckte zahlreiche Weltstars, darunter Whitney Houston und Barry Manilow. Außerdem arbeitete er mit Künstlern wie Janis Joplin, Santana, Bruce Springsteen, Billy Joel, Pink Floyd, Patti Smith, Alicia Keys und Aerosmith zusammen und prägte damit die internationale Musiklandschaft nachhaltig. Zu seinem 90. Geburtstag feierte Davis noch mit einer großen Veranstaltung in New York und einer begleitenden Mini-Dokumentationsserie. In den vergangenen Jahren hatte er sich jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Mit 4000 US-Dollar durch College und Jus-Studium
Als Sohn einer jüdischen Familie wurde Davis 1932 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Kurz nachdem er das College begonnen hatte, verlor er beide Elternteile. Rückblickend erzählte er einmal: „Ich hatte dann noch 4000 US-Dollar, um durch das College und das Jus-Studium zu kommen“. Um Stipendien zu erhalten, musste er konstant gute Leistungen erbringen. „Das hat mir eine gute Arbeitsmoral eingebracht.“ Nach seinem Jus-Studium begann Davis zunächst als Anwalt zu arbeiten. Später wechselte er zum Musikunternehmen Columbia Records, bevor er mehrere eigene Labels gründete. Der vielfache Grammy-Preisträger wurde im Jahr 2000 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.