13:23 Uhr – Dienstag, 23. Juni
FDP-Chef Wolfgang Kubicki kritisiert die Rentenreform von Schwarz-Rot: „Ich glaube, wenn man in der jetzigen Phase Arbeit teurer macht, indem man Arbeitnehmern und Arbeitgebern noch einmal die zwei Prozent für die kapitalgedeckte Rente obendrauf bürdet, führt das nicht zu mehr Beschäftigung, sondern zu weiterer Abwanderung“, sagt er bei WELT TV.
Er bezieht sich auf den geplanten zusätzlichen Beitragssatz von zwei Prozent, der in Schritten von 0,5 Prozentpunkten über vier Jahre hinweg erhoben werden soll.
Man mache „momentan Löhne teurer, Arbeitskosten teurer“. Welche Wachstumsimpulse hingegen freigesetzt werden, sei gar nicht geklärt worden.
Selbstständige sieht er als Verlierer der Beschlüsse: Man solle dieser Gruppe ermöglichen, ihr Geld kapitalgedeckt anzulegen, statt sie in die gesetzliche Rentenversicherung zu packen, fordert der FDP-Chef. „Wir erschweren Selbstständigkeit (…) und das ist etwas, was mit Gerechtigkeit gar nichts zu tun hat.“

FDP-Parteivorsitzender Wolfgang Kubicki bewertet die Rentenreform kritisch. Er lobt die Aktienrente, warnt aber vor Belastungen für Selbstständige: „Wir erschweren damit Selbständigkeit, das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun“, so Kubicki.