
Die Fregatten vom Typ F126 sollten die „größten Kampfschiffe der Marine“ werden, doch das Beschaffungsprojekt verzögerte sich zuletzt um mehrere Jahre. Nun hat Verteidigungsminister Pistorius das endgültige Aus beschlossen.
Das Marine-Projekt zum Bau von F126-Fregatten wird beendet – das bestätigte das Bundesverteidigungsministerium. Wie zuerst der Spiegel berichtete, sollen statt der sechs geplanten Kriegsschiffe nun acht der kleineren Fregatten des Typs „Meko-200“ des deutschen Herstellers TKMS angeschafft werden.
Das von vielen Problemen begleitete Projekt galt für die Bundeswehr als ein zentrales – und das größte in der Geschichte der Marine. Die neuen Fregatten der Klasse F126 sollten mit einer Länge von 166 Metern laut früheren Bundeswehr-Angaben künftig „die größten Kampfschiffe“ der Marine sein. Ende 2023 war mit dem Bau des ersten Schiffes begonnen worden. Später wurde bekannt, dass die bis zu zehn Milliarden Euro teure Beschaffung sich um mehrere Jahre verzögern sollte. Pistorius sprach von Problemen bei der niederländischen Werft Damen.
Marineführung trägt Modellwechsel mit
Mitte März dieses Jahres hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, es wolle wegen der Verzögerung bei der Lieferung der F126 vier Fregatten des Typs „Meko A-200“ kaufen. Die Schiffe sollten als Brückenlösung dienen – grundsätzlich wolle man am F126-Projekt festhalten, hieß es damals. Nun folgt das endgültige Aus.