Traumhafte Panoramawege und malerische Natur. Nationalparks auf der ganzen Welt sorgen bei Besuchern regelmäßig für einen Wow-Moment. Zum Wandern, Radfahren oder auch für kleine Wasserauszeiten bietet sich ein Urlaub an solchen Plätzen gewiss an. Vor allem Europa hat hier einiges zu bieten.

Hier finden Sie eine Auswahl von zehn Nationalparks in Europa, die einen Besuch wert sind.

1. Nationalpark Plitvicer Seen in KroatienDer Wasserfall Veliki Prstavac im Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien

Der Wasserfall Veliki Prstavac im Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien

Foto: picture alliance/Peter Schickert

Einer der ältesten in Südosteuropa und mit ca. 300 Quadratkilometern der größte in Kroatien: der Nationalpark Plitvicer Seen. Mit 50 Kilometern Wanderweg, 90 Wasserfällen und 16 Seen beeindruckt er seine Besucher. Die atemberaubenden Wasserfälle leuchten je nach Sonneneinstrahlung türkis bis tiefblau. Bootstouren über die Seen oder Wandern über die Wege und das Beobachten von verschiedenen Tieren wie Luchsen oder Bären, das alles ist hier möglich.

2. Portugal: Nationalpark Peneda-Gerês

Seit 2009 ist der Nationalpark Peneda-Gerês ein UNESCO-Biosphärenreservat. Er liegt knapp 100 km von Porto, nicht weit von der spanischen Grenze entfernt. Zudem hat er kleine natürliche Pools, Wasserfälle und verträumte Dörfer zu bieten.

Blick vom Aussichtspunkt Pedra Bela über den Fluss Cavado im Nationalpark Peneda Gerês

Blick vom Aussichtspunkt Pedra Bela über den Fluss Cavado im Nationalpark Peneda-Gerês

Foto: picture alliance/imageBROKER

Der Miradouro de Fafião ist eine kleine Aussichtsplattform auf einem Fels, die man unbedingt besuchen muss, falls man dort ist. Die Aussicht kann sich bei jeder Wetterlage sehen lassen.

3. Nationalpark Linnansaari in der finnischen Seenplatte

In Finnland gibt es insgesamt 41 Nationalparks. Linnansaari befindet sich inmitten des Saimaa-Sees, des Heimatgewässers der Saimaa-Ringelrobbe.

Himmelsspiegelung in finnischem See im Linnansaari Nationalpark

Himmelsspiegelung in finnischem See im Nationalpark Linnansaari

Foto: picture alliance

Im Sommer kommt man mit einem Boot in den Nationalpark und im Winter über einen Wanderweg. Die traditionellen Landschaften können über die zahlreichen Naturpfade bestaunt werden.

4. Sächsische Schweiz in Deutschland

Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist der einzige Felsennationalpark in Deutschland. Er befindet sich im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges und wurde 1990 zum Nationalpark erklärt. Als bemerkenswerteste Aussicht bieten sich die Basteibrücke oder auch die Festung Königstein, die größte Felsenfestung Europas, an.

Die Basteibrücke im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz

Die Basteibrücke im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz

Foto: Frank Exß/Frank Exß/dpa-tmn/dpa

Auch der Lichtenhainer Wasserfall und die Burg Hohnstein sollten beim Planen des Wanderweges nicht außer Acht gelassen werden. Dort lohnt sich eine kurze Pause zum Bestaunen.

5. Österreichs Nationalpark Kalkalpen

Wenn der Sommer in Österreich beginnt, ist der Nationalpark Kalkalpen ein begehrtes Reiseziel. Er ist gleichzeitig Österreichs größte Waldwildnis, denn 81 Prozent seiner Fläche sind bewaldet. Vor allem die Feichtaualm mit den Feichtau-Seen sollte man hier keineswegs verpassen. Sie liegt am Fuße des fast 2000 Meter hohen „Hohen Nock“.

Ideal für Wanderer, Radfahrer und Pferdeliebhaber ist der Nationalpark Kalkalpen in Österreich

Ideal für Wanderer, Radfahrer und Pferdeliebhaber ist der Nationalpark Kalkalpen in Österreich

Foto: Getty Images

Ideal für Pferdeliebhaber: Den Nationalpark kann man nicht nur über Wander- oder Radwege erkunden, sondern es gibt ganz eigene, ausgewiesene Reitwege.

6. Italien: Nationalpark Cinque Terre

Mit direktem Zugang zur kilometerlangen Küste zieht die Cinque Terre so einige bewundernde Blicke auf sich. Sowohl an Land, auf den Wanderwegen als auch auf dem Wasser per Boot kann man sich im Sommerurlaub diesen wunderschönen Nationalpark ansehen.

Der Nationalpark Cinque Terre verzaubert vor allem mit seinem romantischen Charme und seiner malerischen Landschaft

Der Nationalpark Cinque Terre verzaubert vor allem mit seinem romantischen Charme und seiner malerischen Landschaft

Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto

Bei einer Bootstour können Sie auch Glück haben und Delfine oder Wale sehen. Beim Wandern lassen sich die fünf kleinen Fischerdörfer gut erkunden, mit einem Zwischenstopp in einem lokalen Restaurant.

7. Buntes Spanien im Nationalpark Caldera de Taburiente

Die kanarische Insel La Palma versteckt diesen Geheimtipp: den Nationalpark Caldera de Taburiente. Diese Kraterlandschaft umfasst rund 28 Kilometer und ist umringt von Bergen. Bis zu 1.854 Höhenmeter erreicht hier der höchste Punkt des Berges Pico Bejenado.

Das ganze Jahr über herrschen auf der Insel La Palma angenehme Temperaturen – perfekt für einen Besuch im Nationalpark Caldera de Taburiente

Das ganze Jahr über herrschen auf der Insel La Palma angenehme Temperaturen – perfekt für einen Besuch im Nationalpark Caldera de Taburiente

Foto: picture alliance/imageBROKER

Eine kahle Landschaft ist es jedoch nicht. Kiefernwälder, Schluchten, kleine Bäche und Wasserfälle schmücken die faszinierende Natur des Nationalparks. Der Wasserfall der Farben ist ein echtes Phänomen, denn durch Algen und Lichtreflexionen leuchtet er in den unterschiedlichsten Grüntönen.

8. Moorlandschaften im britischen Nationalpark Dartmoor

Im Südwesten Englands liegt der Nationalpark Dartmoor, der von einer weitläufigen Moorlandschaft geprägt ist.

Im Nationalpark Dartmoor gibt es noch einnige Sehenswürdigkeiten zu sehen, wie zum Beispiel die „Upper Erne Stone Row“, die „Buckfast Abbey“ oder auch der „Grimspound“

Im Nationalpark Dartmoor gibt es noch einige Sehenswürdigkeiten zu sehen, wie zum Beispiel die „Upper Erne Stone Row“, die „Buckfast Abbey“ oder auch den „Grimspound“

Foto: Getty Images/500px

1951 wurde das ehemalige royale Jagdgebiet zum Schutzgebiet erklärt. Vor allem zum Wandern und für Klettertouren reisen Touristen an. Dartmoor wurde zudem in manchen Filmen als Kulisse genutzt, etwa bei einem Sherlock-Holmes-Film. Eine filmreife Kulisse eben!

9. Deutschland: Nationalpark Bayerischer Wald

Der älteste Nationalpark Deutschlands: Im Bayerischen Wald kann man die Natur in ihren Ursprüngen erleben. Zusammen mit dem Böhmerwald wird dieses Gebiet auch als grünes Dach von Europa beschrieben.

Blick auf den Rachelsee im Nationalpark Bayerischer Wald

Blick auf den Rachelsee im Nationalpark Bayerischer Wald

Foto: picture alliance/imageBROKER

Es ist die größte zusammenhängende Fläche von Wald in Mitteleuropa. Über die 350 Kilometer an Wanderwegen und 200 Kilometer an Radwegen können Besucher diese überaus grüne Natur bewundern.

10. Nationalpark Sarek in Schweden

Sechs der dreizehn höchsten Berge in Schweden liegen im Nationalpark Sarek. Besonders berühmt ist er aufgrund seines vielfältigen Tieraufkommens. Der Nationalpark ist Heimatort für unterschiedliche Raubtierarten, Rentiere und Elche. Das Gebiet ist von der Eiszeit geprägt und ein faszinierender Ort zum Besuchen.

Unberührte und wilde Natur: der Sarek Nationalpark

Unberührte und wilde Natur: der Nationalpark Sarek

Foto: picture alliance/imageBROKER

Der Nationalpark Sarek gehört zum Laponia-Welterbe, das 1996 eingerichtet wurde. Dazu gehören beispielsweise auch die Nationalparks Muddus und Stora Sjöfallet sowie die Naturschutzgebiete Sjávnja und Stubbá zum Laponia-Welterbe.