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Prime Video hat zum Wochenende wieder ausgewählte VoD-Filme für alle Abonnenten reduziert. Diese 99-Cent-Titel stechen besonders heraus.
So funktioniert die Aktion von Prime Video
Amazon befindet sich gerade auf der Zielgeraden seiner Prime-Days (bis einschließlich 26. Juni). Parallel dazu gibt es auch in diesem Monat wieder eine Video-on-Demand-Aktion für alle Abonnenten der Plattform. Auf Prime Video findet man eine Unterseite mit verschiedenen Filmen, die man für 99 Cent ausleihen kann. 30 Tage hat man nach dem Leihen Zeit, die Filme abzuspielen. Nach dem erstmaligen Start verfällt der Titel dann nach 48 Stunden. Traditionell geht die Aktion immer bis zum Sonntag der jeweiligen Woche, also bis zum 28. Juni.
Welche Filme stechen heraus?
Einer der prominentesten reduzierten Titel ist Ari Asters „Eddington“. Aster wurde mit seinen Horrorfilmen „Hereditary“ und „Midsommar“ berühmt. Inzwischen hat er sich vom Horror ein Stück weit entfernt, wenngleich dessen Spuren immer noch hier und da aufblitzen. „Eddington“ präsentiert sich vor allem als Mixtur aus Psychothriller, Western und Satire. Der Film wagt sich in die politischen Diskurse der vergangenen Jahre und spielt während der Corona-Pandemie in der titelgebenden Ortschaft in New Mexico. Joaquin Phoenix spielt einen Sheriff, der die Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie kritisiert und jetzt der neue Bürgermeister werden will.
Ari Aster zeigt daraufhin, wie die ganze Ortschaft in einem regelrechten Inferno versinkt. Demonstrationen, Verschwörungstheorien, Gewalt, diskursives Unvermögen und Verfolgungswahn treiben die Figuren immer tiefer in eine Eskalationsspirale. Der Wahlkampf wird mit schmutzigen Mitteln ausgetragen. Und spätestens in dem furchteinflößenden Action-Finale zieht Ari Aster alle Register, wenn es darum geht, hochspannendes, treibendes Genre-Kino auf die Beine zu stellen.
Ben Whishaw in „Peter Hujar’s Day“ Foto: Mubi
Geheimtipp bei Prime Video
Neben „Eddington“ ist unter anderem ein Film Teil der Aktion, den DIGITAL FERNSEHEN vor einiger Zeit schon einmal empfohlen hat. „Peter Hujar’s Day“ ist im Abo von Mubi enthalten. Wer kein solches Abo besitzt, findet den Film jetzt auch unter den 99-Cent-Titeln bei Prime Video. Ben Whishaw spielt darin den berühmten New Yorker Fotokünstler Peter Hujar, der sich 1974 mit der Autorin Linda Rosenkrantz trifft. Peter soll minutiös seinen gestrigen Tag nacherzählen. Was dabei entsteht, ist ein interessanter Bruch mit einem Kino, das versucht, tote Stars und Prominente noch einmal zum Leben zu erwecken.
Statt ein aufgefächertes Biopic zu versuchen, begegnet man Peter Hujar anhand eines kurzen Ausschnitts und wie er sich und sein Leben selbst erzählt. Der Film entstand nach dem Original-Dokument, das von dem Gespräch überliefert wurde. Das heißt auch: die Lücken zu betonen. Sowohl die Lücken in der persönlichen Erinnerung als auch die Lücken, die ein solcher Film unweigerlich lassen muss. Das, was dem Publikum bezüglich der gezeigten Person versperrt oder unverständlich bleibt. Dazu wurde dieses Kammerspiel in wunderschönen Analogfilmaufnahmen inszeniert, die wiederholt die eigene Illusion verunsichern und auf das eigene filmische Handwerk zurückverweisen.
Jessie Buckley in „Hamnet“ Foto: 2025 FOCUS FEATURES LLC. ALL RIGHTS RESERVED.
Oscar-Gewinner für 99 Cent
Ebenfalls reduziert ist Chloé Zhaos preisgekrönte Romanverfilmung „Hamnet“. In der Kritik von DIGITAL FERNSEHEN kam das Historiendrama zwar eher durchwachsen weg. Grund dafür waren vor allem der Blick auf das Thema Autorschaft und eine biografische Deutung von Kunstwerken. Nichtsdestotrotz hat der Film Anfang des Jahres für so viel Aufsehen gesorgt, dass man ihn vermutlich gesehen haben sollte, um in diesem Jahr auf dem neuesten Stand zu sein, was das Filmgeschehen anbelangt.
Chloé Zhao wirft hier einen Blick auf das Privatleben des berühmten Dichters William Shakespeare. Als sein Sohn an der Pest verstirbt, stürzt die ganze Familie in tiefe, zermürbende Trauer. William selbst flüchtet sich in die Kunst, während seine Frau Agnes allein zu Hause zurückbleibt. „Hamnet“ ist dabei sehr bemüht, sein Publikum zu Tränen zu rühren. Ganz gleich, ob das am Ende gelingt oder nicht: Zumindest Jessie Buckley als Agnes zeigt dabei einen beachtlichen schauspielerischen Kraftakt. Sie wurde für ihre Leistung 2026 verdient mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Hier gelangt man zu einer Übersicht über alle reduzierten Filme bei Prime Video.
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