Das Wetterphänomen El Niño beschäftigt die Meteorolog*innen schon seit Wochen. Nach aktuellen Vorhersagen ist es wahrscheinlich, dass das Zirkulationssystem dieses Jahr besonders stark ausfallen wird. Das meint auch die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA.

El Niño: Bald wird es ernst

Bei El Niño handelt es sich um ein Zirkulationssystem über dem Pazifik, das einen Teil der größeren „ENSO“, der „Southern Oscillation“, ausmacht. Dabei kommt es zu einer Unterbrechung des üblichen atmosphärischen Zyklus, wodurch sich das Wasser im Westen Südamerikas deutlich erwärmt. Das hat zur Folge, dass zahlreiche übliche Wetterereignisse vor allem in der pazifischen Region völlig anders ausfallen als normalerweise.

Je stärker das Phänomen sich ausprägt, desto intensiver sind auch die Auswirkungen. Die NASA untersuchte nun mithilfe mehrerer Satelliten die globalen Veränderungen, die damit einhergehen. Ihr vorläufiges Fazit lautet, dass 2026 ein außerordentliches Jahr werden könnte.

So erklärte einer der beteiligten Forschenden, Michael Freilich, dass zwar noch weitere Untersuchungen anstünden. Eines habe sich jedoch bereits herauskristallisiert: „Für den Moment denke ich, das wird ein Riesending.“ Das liegt an den Daten, die die Satelliten über die Veränderungen in Pazifik und Atmosphäre sammeln konnten.

Topaktuell

Das erwartet die NASA

Demnach soll El Niño bereits jetzt dazu geführt haben, dass die erwärmten Ozeane „angeschwollen“ sind. Durch die Erwärmung steigt damit paradoxerweise der Wasserpegel, was sich auf den Satellitenbildern deutlich abzeichnet. Diese angeschwollenen Wassermengen werden auch als „Kelvin-Wellen“ bezeichnet, die eines der wichtigsten Anzeichen für eine Verstärkung der südlichen Oszillation sind.

Aktuell sehen die Steigerungen ähnlich aus wie 1997. Damals kam es zu einer der intensivsten Varianten von El Niño, die jemals aufgezeichnet wurden. Die gegenwärtigen Messdaten sind zwar noch nicht komplett, lassen aber erwarten, dass Menschen im Pazifik, aber indirekt weltweit auf anormale Wetterereignisse im Sommer dieses Jahres vorbereiten müssen.

Quellen: NASA

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