Die Konstruktion folgt einem ungewöhnlichen Prinzip: ein Holzgebäude innerhalb eines größeren Gebäudes. Auf einem siebengeschoßigen Betonsockel ruht ein Stahlbeton-Kern, ergänzt durch ein stählernes Exoskelett, das die Windlasten aufnimmt. Holz allein könnte ein Bauwerk dieser Höhe nicht tragen, der Beton-Kern sorgt für Stabilität, das Stahlgerüst für die Steifigkeit gegen das Schwanken im Wind, und beide zusammen erlauben die Brandschutzwerte, die ein Hochhaus dieser Klasse erfüllen muss. In dieses Gerüst werden die Holz-Habitats eingehängt, nicht aufgestapelt. Entworfen wurde der Turm von den Architekturbüros shop architects aus New York und bvn aus Australien, die Tragwerksplanung verantwortet eckersley o’callaghan.
Anders als bei konventionellen Hochhäusern wächst der Bau nicht linear nach oben, sondern in einem parallelen Prozess. Während die Stahl- und Betonstruktur jeweils um fünf Geschoße vorauseilt, werden die Holzmodule in den bereits fertigen Zonen nachgezogen. dexus-Projektdirektor Peter Morley beschrieb das Verfahren so, dass man jeweils fünf Ebenen nach oben springe und während des Aufstiegs zurückkomme, um die Zonen mit Holz aufzufüllen. Der hybride Ansatz habe es dem Team erlaubt, das Gebäude schneller hochzuziehen und die Fassade früher anzubringen als bei einem traditionellen Bau. Errichtet wird der Turm von built im Joint Venture mit der japanischen obayashi corporation.
Stand der Bauarbeiten 2026
Mittlerweile ist der Turm weit gediehen: Anfang 2026 wurden die Brettsperrholz-Paneele und Brettschichtholz-Träger bereits in den oberen Geschoßen rund um Ebene 33 und 35 eingebaut. Laut dexus-Projektdirektor Peter Morley hat das Team die „technisch und strukturell anspruchsvollste Phase“ des Projekts hinter sich gebracht; die Bauherren Built und Obayashi bestätigen, dass das Gebäude „im Zeitplan“ für eine Eröffnung 2026 liegt. Ein exakter Fertigstellungstermin ist offiziell noch nicht bestätigt – je nach Quelle wird mit einer Eröffnung gegen Jahresende 2026 oder Anfang 2027 gerechnet. Das Council on Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) bestätigt, dass Atlassian Central mit der Fertigstellung den Titel des höchsten hybriden Holz-Hochhauses der Welt übernehmen wird. Damit überholt der Turm den bisherigen Rekordhalter deutlich: Den Titel des höchsten hybriden Holz-Hochhauses hält bislang der Wohnturm Ascent im US-amerikanischen Milwaukee mit 86,6 Metern – nicht einmal halb so hoch wie Atlassian Central.