Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine nimmt Ölpumpstation für Moskau ins Visier

Von T. Schibilla, M. Lattemann, J. Seiferth, M. Küper, J. Fischer, C. Cöln, A. Janzen, T. Wanhoff, S. Cleven, J. Hartung, C. Siemer, F. Michalski, M. Kloft

Aktualisiert am 27.06.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 32 Min.

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Tiefflug über Russland: Der „Flamingo“ in Aktion.

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Die Ukraine greift eine russische Rüstungsfabrik an. Auch eine wichtige Ölpumpstation nehmen die ukrainischen Verteidiger ins Visier. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukrainischer Kampfjet stürzt im Einsatz ab

In der zentralukrainischen Region Poltawa ist offiziellen Angaben nach ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können und werde medizinisch versorgt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ukraine: Erneut Ölpumpstation für Moskau getroffen

Der ukrainische Geheimdienst hat eigenen Angaben nach eine für die Treibstoffversorgung von Moskau wichtige Ölpumpstation mit Drohnen angegriffen. Getroffen worden sei ein technisches Gebäude der Station in Wtorowo nahe der Gebietshauptstadt Wladimir östlich von Moskau, teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit. Es sei die zweite erfolgreiche Attacke innerhalb eines Monats auf die Anlage, heißt es. Russische Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt.

Die Station Wtorowo gehört zum staatlichen Ölpipelinekonzern Transneft in Russland. Sie pumpt unter anderem Diesel in die Moskauer Ringpipeline, die für die Versorgung der großen Öldepots rund um die russische Hauptstadt verantwortlich ist.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen russischen Angriffskrieg. In den vergangenen Monaten hat sie dazu vermehrt strategisch wichtige Objekte im russischen Hinterland mit Drohnen oder Raketen attackiert. Dazu zählen auch Anlagen der Ölindustrie. Die Folge: Viele russische Regionen klagen über Mangel an Treibstoffen.

Kreml errichtet offenbar Luftabwehr für Putins Tochter

Russland verstärkt wohl den Schutz Moskaus: Eine neue S-400-Stellung liegt einem Bericht zufolge nahe dem Kreml – und nahe einer Stiftung von Putins Tochter.

Ukraine greift Rüstungsfabrik offenbar mit „Flamingo“ an

Die Ukraine hat in der Nacht und am frühen Morgen offiziellen Angaben nach Industrieanlagen in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern angegriffen. Mindestens zehn Menschen seien verletzt und die Produktionsanlagen eines Betriebs beschädigt worden, schrieb Gouverneur Andrej Botscharow auf seinem Telegramkanal. Zum Einsatz kamen seinen Worten nach „Flugobjekte mit Hochgeschwindigkeit“ – damit dürften Marschflugkörper gemeint sein.

Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden, schrieb Botscharow weiter. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.

Unbestätigten russischen und ukrainischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die russische Rüstungsfabrik Titan-Barrikady. Das Internetportal „Astra“ berichtete von Rauchwolken, die aus der Fabrik aufstiegen. Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden, meldete das Portal unter Berufung auf die Auswertung von Bild- und Videomaterial. Titan-Barrikady stellt Komponenten für die Raketenkomplexe Iskander, Jars und Topol-M her, die prinzipiell auch Atomwaffen tragen können.