Knapp zweieinhalb Wochen nach dem packenden 1:1 in der 19. Runde der Bundesliga-Saison 2025/26 kommt es nun im UNIQA ÖFB-Cup-Halbfinale zur Neuauflage des OÖ-Duells. Der LASK duelliert sich am Mittwochabend (20:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) in der BWT Oberösterreichische Arena mit der SV Oberbank Ried um den Einzug ins Finale am 1. Mai in Klagenfurt und will im dritten Anlauf in dieser Saison den ersten Sieg über die Innviertler feiern. Schiedsrichter ist der 37-jährige Salzburger Sebastian Gishamer. Fakt ist: Ein Klub aus Oberösterreich wird definitiv im Endspiel in zwei Monaten sein.

Souveräner Rückhalt in dieser Saison: Lukas Jungwirth. Der allen drei bisherigen ÖFB-Cup-Spielen in dieser Saison ohne Gegentor blieb und auch in der Meisterschaft sieben mal zu Null spielte. Der 1,93 Meter große, gebürtige Linzer wird heuer am 30. April 22 Jahre jung, einen Tag vor dem ÖFB-Cup-Finale…

„Wenn wir uns zurückerinnern, hätten nicht viele gedacht, dass wir das noch so souverän schaffen“

Seit Sonntag ist es fix: Mit dem 2:2 bei der Wiener Austria löste der LASK zum sechsten Mal in den vergangenen acht Jahren das Ticket für die Bundesliga-Meistergruppe, nachdem sich die Linzer Athletiker allerdings im vergangenen Frühjahr mit der Qualigruppe zu begnügen hatten. Dass die Schwarz-Weißen diesmal wieder im oberen Play-off mit dabei sind, ermöglicht eine eindrucksvolle Serie seit dem Amtsantritt von Cheftrainer Dietmar Kühbauer. Der 54-jährige Burgenländer holte in zwölf Ligapartien mit seiner Mannschaft acht Siege und drei Remis, was einen Punkteschnitt von 2,25 pro Spiel bedeutet.

„Das war unser großes Ziel. Wenn wir uns zurückerinnern, hätten nicht viele gedacht, dass wir das noch so souverän schaffen“, sagte Torhüter Lukas Jungwirth, der mit seinen Teamkollegen Anfang Oktober noch den vorletzten Tabellenplatz belegt hatte.

Vor dem Abschluss des Grunddurchganges am Sonntag gegen Kühbauers Ex-Klub Wolfsberger AC (17 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) nehmen die Athletiker nun ein weiteres Etappenziel ins Visier. Über die Hürde SV Oberbank Ried soll am Mittwochabend die Reise nach Klagenfurt gebucht werden, wo am 1. Mai traditionell das Endspiel im UNIQA ÖFB-Cup am Programm steht.

LASK und SV Ried zuletzt jeweils vor wenigen Jahren im ÖFB-Cup-Finale gegen RB Salzburg

Während Dietmar Kühbauer im Wörthersee Stadion mit seinem Ex-Klub WAC im vergangenen Jahr am 1. Mail 2025 war und damals auch den ÖFB-Cup (1:0 vs. TSV Hartberg) gewann, standen die Schwarz-Weißen zuletzt vor fünf Jahren im Finale, als man gegen den FC Red Bull Salzburg eine 0:3-Niederlage kassiert. IM Falle eines Aufstieges könnten die Roten Bullen womöglich auch diesmal wieder der Endspiel-Gegner sein.

Insgesamt sechsmal durfte sich der LASK Cup-Finalist nennen, viermal schaffte der Kontrahent aus dem Innviertel dieses Kunststück – zuletzt im Jahr 2022, als man sich gleichfalls RB Salzburg mit 0:3 geschlagen geben musste.

Dietmar Kühbauer dürfte auf den Geschmack gekommen sein, zog im vergangenen Jahr mit seinem Ex-Klub RZ Pellets WAC erstmals in ein ÖFB-Cup-Finale ein und gewann es mit den Wolfsbergern auch gegen den TSV Hartberg. Folgt ein da capo für den 54-jährigen Burgenländer, um diesmal mit dem LASK nach Klagenfurt zu reisen?

„Es wird ein hartes Spiel mit vielen Zweikämpfen“

 LASK-Cheftrainer Dietmar Kühbauer:

„Wenn man so weit gekommen ist, will man auch ins Finale einziehen. Wir wissen, dass Ried eine sehr kampfkräftige Mannschaft ist, die mit vielen hohen und zweiten Bällen agiert und bei Standardsituationen sehr stark ist. Wichtig wird sein, dass wir physische Präsenz zeigen und unser Spiel durchziehen. Wir müssen wie schon in den vergangenen Wochen und Monaten unsere Fähigkeiten auf den Platz bringen und im Kopf klar und frei sein.“

LASK-Kapitän Sascha Horvath: 

„Es wird ein hartes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Wir werden uns gut auf den Gegner einstellen, wollen den Kampf annehmen und unsere Stärken auf den Platz bringen.“

Fünftes ÖFB-Cup-Duell zwischen LASK und SV Ried

Den Weg ins Semifinale meisterten die Linzer mit anfänglichen Erfolgen auf des Gegners Platz über die Regionalligisten Wiener Sport-Club und SV Horn sowie einem 2:0-Auswärtssieg beim SV Stripfing. Es folgte zum Frühjahrsauftakt ein denkwürdiges 3:2 im Derby gegen den FC Blau-Weiß Linz, wo die Kühbauer-Schützlinge vor rund 17.500 Fans in der Raiffeisen Arena einen 0:2-Rückstand in einen Sieg verwandelten.

Die Rieder starteten mit einem 5:0 in Parndorf in die ÖFB-Cup-Saison, ehe man sich gegen Regionalligist Union Gurten und bei 2. Ligist SW Bregenz jeweils mit 1:0 durchsetzte. In der Runde der letzten Acht gelang ein 3:0-Heimerfolg gegen den SK Rapid.

Für die beiden Klubs ist es das dritte Aufeinandertreffen in der laufenden Spielzeit, das zweite binnen weniger Wochen. Unvergessen blieb das 1:1 zuletzt im Innviertel, als Moses Usor durch einen Handelfmeter in der 103. Minute den Ausgleichstreffer markierte. Mit selbigem Resultat endeten damit vier der jüngsten fünf OÖ-Duell – in der insgesamt fünften Cup-Begegnung am Mittwochabend wird es hingegen einen Sieger benötigen.

Während sich die Innviertler in drei Spielen durchsetzten, ging das erste Cup-Duell an den LASK: Im März 2002 sorgte Christian Stumpf mit einem Doppelpack für den damaligen 2:1-Auswärtserfolg.

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Fotocredit: Harry Dostal/www.sport-bilder.at und RiPu-Sportfotos