„Ich bin noch im Schock!“, sagt Sasa Kalajdzic mit weit aufgerissenen Augen.

An diesem Abend in Kansas City hat praktisch die ganze Fußball-Welt den Wiener kennengelernt, der mit seinem Tor den Schlusspunkt hinter eine irre Partie gesetzt hat.

Dass die Nachspielzeit beim 3:3 zwischen Algerien und Österreich Menschen rund um den Globus in Staunen versetzt hat und dank Social Media auch noch in Staunen versetzen wird, ist keine gewagte Prognose.

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Und dann wird auch die Geschichte des Sasa Kalajdzic erzählt. Der baumlange Stürmer, der nie in einer Akademie war, sondern sich über die Wiener Liga hochgearbeitet hat.

Eine unglaubliche Geschichte

Der Youngster, der nach der HTL einfach mal probieren wollte, ob das mit dem Profi-Fußball geht. Dem sein früherer Donaufeld-Mitspieler und damaliger Admira-Akademie-Mitarbeiter Christian Wiesinger ein Probetraining in der Südstadt verschafft hat.

Der Mittelfeldspieler, den Ernst Baumeister als Admira-Coach dann zum Stürmer umfunktioniert hat. Die Betonung liegt auf „funktioniert“.

Verletzungen en masse

Das Talent, dass schon früh mit Verletzungspech zu kämpfen hatte, nach einem Mittelfußbruch und einem Syndesmosebandriss aber doch den Sprung nach Stuttgart schaffte.

Der Legionär, der sich am Anfang seiner Zeit im Schwabenland gleich das Kreuzband riss, nach der Rückkehr wie am Fließband traf und dann erst wieder mit einer Schulterverletzung ausfiel.

Danach weitere Comebacks, zwei weitere Kreuzbandrisse. Der 28-Jährige hat rund vier Jahre seiner Profikarriere verletzungsbedingt verpasst.