Extremwetter in Deutschland

Mehrere Kinder kollabieren bei Zeltlager

Aktualisiert am 28.06.2026 – 20:30 UhrLesedauer: 7 Min.

imago images 0860230376Vergrößern des Bildes

Menschen baden in einem See (Symbolbild): Ein Senior ist ein einem Freibad in Vellmar tödlich verunglückt. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

Die Hitzewelle in Deutschland nähert sich ihrem Finale. In mehreren Städten gibt es Verkehrschaos. Weitere Temperaturrekorde wurden eingestellt. Die Entwicklungen im Liveblog.

Hitzerekord in Sachsen erneut geknackt

20.14 Uhr:Einen Tag ist es her, dass in Sachsen der Hitzerekord geknackt wurde, jetzt gibt es schon wieder einen neuen Spitzenwert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Angaben mit 41,5 Grad die höchste Temperatur registriert, die hierzulande je gemessen wurde. Rekordhalter ist seit Sonntagnachmittag nun Bad Muskau in der Oberlausitz, wie der DWD auf Anfrage mitteilte. Erst gestern war in Klitzschen bei Torgau mit 40,3 Grad ein neuer Rekord für den Freistaat gemessen worden.

Den Prognosen nach sollen die Temperaturen in Sachsen zu Beginn der neuen Woche aber wieder unter die 30-Grad-Marke sinken.

Vorläufiger Hitzerekord fällt in Polen

19.34 Uhr: Mit vorläufig 40,5 Grad ist in der Grenzstadt Slubice an der Oder ein neuer Temperaturhöchststand für Polen verzeichnet worden. Der Spitzenwert müsse noch offiziell bestätigt werden, teilte das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft in Warschau mit. Doch Sprecherin Agnieszka Prasek sagte: „Wir können von einem Rekord sprechen.“

Hitzewelle: Kinder kollabieren bei Zeltlager

18.10 Uhr: Bei einem Zeltlager der Jugendfeuerwehr sind mehrere Kinder in Eilenburg in Sachsen kollabiert. Wie die „Bild“ zunächst berichtete, mussten acht Kinder in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Wegen der starken Hitze sei es bei ihnen zu Kreislaufproblemen gekommen.

Nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ handelte es sich aber offenbar um 13 Kinder, die über Kreislaufbeschwerden und Unwohlsein klagen. Sie wurden zur Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser in Wurzen, Torgau und Leipzig gebracht,

Weiter berichtet die „Leipziger Volkszeitung“, dass der Notruf wohl um 11 Uhr einging und aufgrund der hohen Zahl mit dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ gekennzeichnet worden sein soll.

Wegen Waldbrand: Gemeinde wird evakuiert

15.48 Uhr: Die Räumung der Ortsgemeinde Traisen im Kreis Bad Kreuznach wegen eines Waldbrandes ist so gut wie abgeschlossen. Nur eine Familie habe den Ort nicht verlassen wollen, berichtete Jörg Dindorf, Leiter Team Medien Katastrophenschutz des Kreises Bad Kreuznach. Hier sei die Polizei hinzugerufen worden.

Insgesamt sind rund 650 Personen von der Räumung betroffen. Für sie steht eine Notunterkunft bereit. Die Löscharbeiten in dem Areal gestalten sich schwierig, weil das Gebiet mit Kampfmitteln belastet ist. Früher war das Gebiet eine Entsorgungsfläche für Munition.

Die Arbeit der Einsatzkräfte konzentriert sich derzeit auf den Schutz eines Funkturms, der im Sperrgebiet liegt. Es werde versucht, den für die Mobilfunkversorgung im Kreis wichtigen Turm mit Wasser und durch das Fällen von Bäumen drumherum zu sichern.