Die unbeliebteste Regierung Frankreichs hat ein Gesicht. Wenn Brigitte Macron heute durch Frankreich reist, erntet sie kaum mehr Applaus und freundliche Worte. Sie ist weder Ministerin noch Abgeordnete, sie trifft keine Entscheidungen, unterschreibt keine Gesetze und kandidiert für kein Amt. Trotzdem ist da zunehmend mehr Wut, Frust und Spott.

Je tiefer die Zustimmungswerte ihres Mannes sinken, desto stärker rückt sie selbst ins Schussfeld. Die Menschen begegnen der First Lady mittlerweile mit großer Skepsis bis Ablehnung. Aus gut gemeinten Charity-Events werden plötzlich laute Bürgerversammlungen, aus zufälligen Begegnungen mit Menschen Momente der Abrechnung. Dabei hatte ihr Leben ursprünglich wenig mit Politik zu tun.