Am vergangenen Bundesliga-Wochenende sorgte ein nicht gegebener Strafstoß für großen Unmut beim SK Rapid.
Altach-Keeper Dejan Stojanovic riss bei einem Eckball der Hütteldorfer Rapid-Offensivspieler Nikolaus Wurmbrand zu Boden. Schiedsrichter Petru Ciochirca sah sich die Szene nach Intervention des VAR am Bildschirm an. Die am Feld getroffene Entscheidung, keinen Strafstoß zu geben, revidierte er aber auch nach Videostudium nicht.
Stojanovic vs. Wurmbrand – Die Szene im Video
Nachdem bereits Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup seinen Ärger im Sky-Interview kundgetan hatte und vom „deutlichsten Elfmeter der Saison“ sprach, legte nun Rapid-Sportchef Markus Katzer im „Kurier“ nach.
„Deutlichster Elfer der Saison“: Hoff Thorup ärgert sich über nicht gegebenen Elfmeter
Katzer: „…dann brauchen wir den VAR nicht“
„Er hat ein Foul von Niki (Wurmbrand, Anm. d. Red) gesehen. Und das ist dann der Wahnsinn. Dann brauchen wir den VAR gar nicht und spielen lieber wie früher mit den üblichen Fehlern“, echauffierte sich Katzer.
Zudem sieht der Sportchef der Grün-Weißen in dieser Saison ein Muster, bei dem Rapid in der laufenden Saison immer wieder vom VAR benachteiligt wurde. Besonders in beiden bisherigen Saisonduellen mit dem GAK monierte Katzer klare Fehlentscheidungen.
Beim 1:1 im ersten Saisonduell kostete ein umstrittener GAK-Elfmeter in der Nachspielzeit Rapid den Sieg. GAK-Profi Jacob Italiano kam nach einem Duell mit Marco Tilio zu Fall. Schiedsrichter Harald Lechner wies zunächst die GAK-Elferforderungen zurück, ließ sich dann aber von den VAR-Bildern umstimmen – Daniel Maderner verwandelte sicher zum Ausgleich für die „Rotjacken“.
Die Szene im Video (ab 3:40 Min)
Fragwürdiger Elfmeter auch im zweiten Saisonduell
Und auch im zweiten Duell der beiden Mannschaften in Wien-Hütteldorf war der VAR nicht auf Seiten von Rapid. In der zweiten Hälfte wurde den Gästen ein fragwürdiger Handelfmeter zugesprochen. Rapid-Verteidiger Nenad Cvetkovic blockte in der 66. Minute einen Torschuss mit angelegtem Arm.
Schiedsrichter Stefan Ebner zeigte auf den Punkt. Die Szene wurde zwar vom VAR überprüft, doch Schiedsrichter Ebner wurde nicht zum „On-field-review“ an die Seitenlinie beordert. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut GAK-Kapitän Maderner. In seinem anschließenden Rückblick auf das Bundesliga-Wochenende gab der VAR die Fehlentscheidung zu.
Katzer: „Wären sicher in der Meistergruppe“
Den drei VAR-Entscheidungen zu Ungunsten von Rapid und den dadurch verlorenen Punkten trauert man in den Reihen der Grün-Weißen nun hinterher.
„Wir haben selbst genug falsch gemacht, aber mit ordnungsgemäßen VAR-Entscheidungen wären wir sicher in der Meistergruppe“, sagte Katzer.
Statt des bereits fixierten Meistergruppen-Tickets wartet auf Rapid am kommenden Sonntag ein „Endspiel“ um die Meistergruppe gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg (ab 16 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria und im Stream mit Sky X).
Nur bei einem Sieg gegen die Mozartstädter wäre man sicher unter den Top 6. Bei einem Remis oder einer Niederlage wäre Rapid von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig.
Später Rapid-Gegentreffer sorgt für Showdown um die Meistergruppe
Bild: GEPA