Nach Abschluss der Gruppenphase der Fußball-WM in Nordamerika hat die FIFA umfangreiche Leistungsdaten veröffentlicht. Aus österreichischer Sicht stechen vor allem Nicolas Seiwald als laufstärkster Akteur, Marcel Sabitzer (Foto) als sprintfreudigster Spieler sowie Kapitän David Alaba und Xaver Schlager in den Passstatistiken hervor. Zudem präsentierte sich das als Gruppenzweiter für das Sechzehntelfinale qualifizierte ÖFB-Team als eine der fairsten Mannschaften des Turniers. Verfolge alle 104 Spiele der Weltmeisterschaft im Ligaportal-LIVETICKER!

Seiwald, Sabitzer, Alaba und Schlager setzen ÖFB-Bestwerte
Bei der zurückgelegten Gesamtdistanz führte weltweit Jordaniens Mittelfeldspieler Noor Al-Rawabdeh mit 38,422 Kilometern das Ranking an. Dahinter reihten sich die Schotten Lewis Ferguson (36,575 km) und Scott McTominay (36,353 km) ein. Bester Österreicher war Nicolas Seiwald, der 33,878 Kilometer absolvierte und damit Rang zwölf belegte. FC Bayern-Profi Konrad Laimer folgte mit 32,852 Kilometern.
In der Sprintwertung lag der Marokkaner Ismael Saibari mit 220 Sprints an der Spitze. BVB-Offensivspieler Marcel Sabitzer schaffte es mit 173 Sprints auf den fünften Platz, während der Salzburger Konrad Laimer auf 147 Antritte kam.
Bei den Torhütern verzeichnete Eloy Room vom Überraschungsteam Kap Verde mit 21 Paraden die meisten abgewehrten Torschüsse der Gruppenphase. ÖFB-Teamtorhüter Alexander Schlager hielt acht Schüsse.
Die Pass-Statistik führte Spaniens Rodri mit 344 Zuspielen an. Dahinter folgten die Algerier Aissa Mandi (309) und Ramy Bensebaini (305). Im ÖFB-Team spielte Kapitän David Alaba mit 157 Pässen die meisten Bälle.
Bei der Passgenauigkeit erreichten insgesamt 61 Spieler eine makellose Quote, allerdings meist bei geringer Einsatzzeit. Unter den österreichischen Stammkräften wies RB Leipzig-Legionär Xaver Schlager mit einer Erfolgsquote von 96 Prozent den besten Wert auf.
Österreich zählt zu den fairsten Teams
Auch in den Mannschaftsstatistiken findet sich Österreich mehrfach im Vorderfeld. Mit lediglich 20 Fouls stellte die Auswahl des deutschen Teamchefs Ralf Rangnick, der am morgigen Montag sein 68. Wiegenfest feiert, die zweitfairste Mannschaft der Gruppenphase. Nur Spanien beging mit 15 Vergehen noch weniger Fouls. Am häufigsten wurden Spieler Haitis gefoult (55), während England mit 52 Fouls die meisten Regelverstöße verzeichnete.
Bei den Torschüssen führte Belgien mit insgesamt 73 Abschlüssen. Österreich brachte es auf 26 Versuche und belegte damit Rang 38, davon landeten acht Schüsse auf dem Tor, was Platz 34 bedeutete. Im übrigen blieb nur eines der 48 qualifizierten Teams bei dieser „XXL-WM“ ohne Torerfolg: Panama um LASK-Abwehrspieler Andrés Andrade (absolvierte alle drei Gruppenspiele über die gesamte Spieldauer). Im letzten Gruppenspiel gegen England (0:2) jubelten die Mittelamerikaner mal kurrzeitig in der Nachspielzeit, als Jose Fajardo traf, allerdings aus Abseitsposition.
Die meisten Pässe spielte Europameister Spanien (2.191), vor Algerien (2.070) und Weltmeister Argentinien (1.966). Das ÖFB-Team kam auf 1.467 Zuspiele und rangierte damit auf Platz 22. Die höchste Anzahl an Flanken verzeichnete Kanada mit 117.
Beim schnellen Rückerobern des Balles lag die Türkei mit einem Durchschnittswert von 29,94 Sekunden an der Spitze. Österreich benötigte im Schnitt 63,15 Sekunden und belegte Rang 44.
Die höchste Laufleistung unter den Mannschaften zeigte die USA vor Deutschland. Beide Teams führten auch die Statistik der Läufe mit hohem Tempo an. Österreich klassierte sich bei der Gesamtdistanz auf Rang 16 und bei den intensiven Läufen auf Platz 20.
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Fotocredit: Lukas Biereder