Eine große internationale Studie liefert überraschende Ergebnisse: Menschen, die in den 1990er-Jahren geboren wurden, zeigen im Durchschnitt Anzeichen einer stärkeren biologischen Alterung als frühere Generationen.

Eine neue internationale Studie sorgt für Aufsehen. Forschende kommen zu dem Ergebnis, dass Menschen der Geburtsjahrgänge der 1990er-Jahre im Durchschnitt biologisch schneller altern als frühere Generationen. Die Untersuchung wurde im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.

Biologisches Alter statt Geburtsdatum

Entscheidend war dabei nicht das tatsächliche Lebensalter, sondern das sogenannte biologische Alter.

Dieses wird anhand verschiedener Gesundheitsmarker bestimmt und kann vom chronologischen Alter deutlich abweichen.

Für die Untersuchung wertete das Forschungsteam Gesundheitsdaten von mehr als 160.000 Menschen aus Großbritannien und den USA aus.

Die Forschenden sehen einen möglichen Zusammenhang zwischen beschleunigter biologischer Alterung und der steigenden Zahl von Krebserkrankungen bei jüngeren Erwachsenen.

Je stärker die biologische Alterung ausgeprägt war, desto höher war in der Studie das Risiko für bestimmte Tumorarten.

Dabei zeigte sich unter anderem ein Zusammenhang zwischen biologischer Alterung und Darmkrebs sowie Lungenkrebs.

Keine Aussage über einzelne Menschen

Die Autoren betonen allerdings ausdrücklich, dass die Ergebnisse statistische Zusammenhänge beschreiben.

Die Studie bedeutet nicht, dass jeder Mensch, der nach 1990 geboren wurde, automatisch schneller altert oder häufiger an Krebs erkrankt.

Warum altern Menschen schneller?

Eine eindeutige Ursache konnten die Forschenden nicht feststellen.

Als mögliche Einflussfaktoren gelten unter anderem:

Die biologische Alterung könnte dabei ein Marker dafür sein, wie sich diese Faktoren langfristig auf den Körper auswirken.

Was lässt sich selbst beeinflussen?

Auch wenn Alterungsprozesse nicht vollständig steuerbar sind, gibt es Möglichkeiten, das Risiko zu senken.

Regelmäßige Bewegung, Krafttraining, Ausdauersport, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung gelten als wichtige Faktoren für gesundes Altern.