In einer E-Mail, unter der Domain „zirler_goasser@tuta.io“ an die RUNDSCHAU-Redaktion zugestellt, heißt es wörtlich: „Im Zusammenhang mit dem Projekt ‚Frieda‘ in der Gemeinde Zirl wurde bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Gegenstand der Anzeige sind mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Gemeindegründen durch Bürgermeister Thomas Öfner. Dem Vernehmen nach wurden die Grundstücke ohne rechtskräftigen Beschluss des Gemeinderats sowie unter dem aktuellen Marktwert veräußert. Die Ermittlungen wurden angeblich bereits aufgenommen. (Es gilt die Unschuldsvermutung)!“ Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck auf Anfrage bestätigt, ist die Sachverhaltsdarstellung tatsächlich eingelangt. Man werde aber keine Untersuchungen einleiten, heißt es.

frechheit. Bürgermeister Thomas Öfner ist ob der anonymen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stinkesauer: „Diese Anschuldigung ist infam und unwahr. Ich überlege mir, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten!“ Auch bei Daniel Liebl, dem Obmann der „Faschingsgilde Zirler Goasser“, ist der Ärger groß: „Eine Frechheit! Unser Verein hat mit der Sache überhaupt nichts zu tun. Wir distanzieren uns von so einer Vorgangsweise!“