13. Juni 2025: Nach einer Fehlgeburt wird bei der damals 29-Jährigen am Kepler Universitätsklinikum eine Ausschabung der Gebärmutter durchgeführt. Das entnommene Gewebe wird untersucht.

24. Juli 2025: Ärzte teilen der Frau mit, in der Gewebeprobe sei ein hochaggressiver Tumor entdeckt worden. Für eine Zweitmeinung bleibe keine Zeit.

5. August 2025: Gebärmutter, beide Eileiter und ein Eierstock werden entfernt. Einen Tag später wird die Patientin mit einer Krebsdiagnose entlassen.

21. August 2025: Laut Krankenakte liegt intern bereits der endgültige Befund vor: Im entfernten Gewebe findet sich kein Tumor.

16. September 2025: Die Patientin erfährt, dass sie nie an Krebs erkrankt war. Ursache war eine kontaminierte Gewebeprobe.

Oktober 2025: Der Anwalt erhält die Krankenakte. Daraus geht hervor, dass die ursprüngliche Gewebeprobe mit jener eines anderen Patienten kontaminiert worden war.

Jänner 2026: Die „Krone“ macht den Fall öffentlich. Das Kepler Universitätsklinikum kündigt ein externes Gutachten an.

Februar 2026: Die Staatsanwaltschaft Linz nimmt Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung auf.

Mai 2026: Das Klinikum überweist der Patientin 70.000 Euro. Vergleichsgespräche scheitern.

Juni 2026: Der neue KUK-Geschäftsführer Meinhard Lukas erkennt die Haftung dem Grunde nach an. Die Patientin soll dadurch einen langwierigen Prozess über die Schuldfrage erspart bekommen.