Stieg mit West Ham und Saints ab

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Tottenham Hotspur hat einen neuen Rekordtransfer. Mateus Fernandes soll den in der letzten Saison beinahe in die Championship abgestiegenen Klub wieder zurück zu glorreichen Zeiten führen. Das lässt sich West Ham United teuer bezahlen: 85 Millionen Pfund, umgerechnet 99 Millionen Euro, werden für den 21 Jahre alten Mittelfeldspieler fällig, der nicht in Portugals WM-Kader berufen wurde.
Tottenham setzte sich im Werben um Fernandes gegen Manchester United und Real Madrid durch und will mit dem Transfer ein Statement setzen, um sein Label als englischer „Big 6“-Klub zurückzuerhalten. Dafür soll in diesem Sommer ein Angriff auf dem Transfermarkt erfolgen, von dem man sich mehr erhofft als im letzten Jahr, als nach den Einkäufen von unter anderem Xavi Simons (65 Millionen Euro) und Mohammed Kudus (63,8 Mio. Euro) ein Minus von rund 180 Mio. zu Buche stand.
Für die kommende Saison wurden neben den ablösefreien Transfers von Andrew Robertson (Liverpool), Marcos Senesi (Bournemouth) und Martin Dúbravka (Burnley) bereits 60 Mio. Euro für Jan Paul van Hecke (Brighton) in die Hand genommen. Durch Fernandes erhöhen sich die Ausgaben auf 159 Mio. Euro – mehr als jeder andere Klub weltweit. Und mit Sandro Tonali (Newcastle) soll der nächste Neuzugang für eine Ablöse im Bereich von über 100 Mio. Euro schon bevorstehen. Einnahmen gab es bisher nur für Alejo Veliz, der für 9 Mio. € zum EC Bahia geht.
Tottenhams Fernandes stieg mit West Ham & Saints ab
Fernandes spielt bereits seit 2024 in England und wechselt im dritten Jahr in Folge den Klub. Von Sporting kommend, ging es vor zwei Jahren für 15 Mio. Euro zum FC Southampton, wo er sich trotz des Abstiegs für den Schritt zu West Ham empfahl. Auch mit den Hammers, die immerhin 44 Mio. Euro für ihn gezahlt hatten, scheiterte der Rechtsfuß am Klassenerhalt, konnte aber erneut Eigenwerbung betreiben und bleibt in der Premier League. Mit seinem neuen Arbeitgeber soll es nun erstmals keinen Abstiegskampf für ihn geben.
„Tottenham will eine Zitterpartie wie letzte Saison sicher nicht noch einmal erleben und die Transferstrategie dafür grundlegend ändern“, fasst Spurs-Experte Matthew Hayes von Transfermarkt.co.uk die neue Lage an der White Hart Lane zusammen. „Jahrelange inkonsistente Personalpolitik und ungeschickte Investitionen haben dazu geführt, dass der Klub gegenüber seinen Konkurrenten in der Premier League ins Hintertreffen geraten ist. Zwar stiegen die Transferausgaben nach dem Champions-League-Finale 2019 an, doch die strikte Gehaltsstruktur erschwerte die Verpflichtung der absoluten Wunschkandidaten, sodass man sich oft mit weniger geeigneten Neuzugängen begnügen musste.“
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Auch die häufigen Trainerwechsel verschärften laut Hayes die Misere: „Sie führten zu einem Kader, dem es an Abstimmung und Harmonie mangelte. Nun strebt der Verein unter Roberto De Zerbi nach Stabilität, doch es bleibt abzuwarten, ob dieser die Erwartungen erfüllen kann. Das Werben um den erfahrenen Verteidiger Jan Paul van Hecke – selbst zu dem Preis, das hochveranlagte Talent Luka Vuskovic zu verlieren – verdeutlicht eine klare Verschiebung der Prioritäten. Frühe Vorstöße bei Sandro Tonali und Mateus Fernandes signalisieren zwar den Willen zu schnellem Handeln, doch Verzögerungen bei der Einigung über die Ablösesummen lassen Zweifel aufkommen, ob die angestrebte Entschlossenheit tatsächlich wirkt. Die finanzielle Lage des Vereins gilt als solide; nun steht die neue Führungsetage unter Zugzwang, diesen Worten Taten auf dem Transfermarkt folgen zu lassen.“
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