Mit deinem Wechsel zu Sturm hat sich für dich auch ein Kreis geschlossen: Du kommst aus der Steiermark, warst als Kind Sturm-Fan und wolltest schon früh einmal für diesen Verein spielen. Wie besonders ist es für dich nach wie vor, dieses Trikot zu tragen?
Mein Wechsel zu Sturm war natürlich etwas ganz Besonderes – auch wegen der Vorgeschichte. Das hat schon begonnen, als ich noch ein kleiner Bub war. Dass es jetzt so gekommen ist und sich dieser Kreis geschlossen hat, ist für mich persönlich sehr speziell. Gleichzeitig ist das im Alltag nicht mehr ständig so präsent, weil ich mich voll auf das Hier und Jetzt konzentriere: auf meine Aufgaben, auf das, was von mir verlangt wird, und darauf, mit dem Verein maximal erfolgreich zu sein.
Du bist mit 31 Jahren einer der erfahrenen Spieler im Kader. Wie siehst du deine Rolle innerhalb der Mannschaft – auf und abseits des Platzes?
Dass ich mit 31 schon zu den Älteren gehöre, ist ein bisschen komisch für mich – aber Spaß beiseite: Natürlich will ich Verantwortung übernehmen. In erster Linie auf dem Platz, mit konstanten Leistungen und indem ich mit gutem Beispiel vorangehe. Ich bin ein Spielertyp, der immer 100 Prozent gibt, sehr ehrgeizig ist und versucht, immer das Maximum herauszuholen. Auch neben dem Platz will ich für die Jungs da sein und ein offenes Ohr haben. Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, wenn man zu einem neuen Verein oder in ein neues Land kommt, eine andere Kultur kennenlernt und vielleicht auch noch sehr jung ist. Deshalb versuche ich bewusst, auf Spieler zuzugehen, sie gut zu integrieren und ihnen von Beginn an ein gutes Gefühl zu geben.
Wenn du an die kommende Saison denkst: Was muss Sturm wieder auszeichnen, damit ihr national und international erfolgreich seid?
Für mich ist ganz klar: Sturm muss sich über Leidenschaft, Energie und Arbeit definieren. Dieser Verein hat sich immer über seine Tugenden ausgezeichnet, und genau das ist auch für unsere Fans extrem wichtig. Wir müssen als Mannschaft und jeder Einzelne realisieren, dass es nur über das Kollektiv funktioniert. Wir wollen unangenehm sein, vor allem zuhause so viele Spiele wie möglich gewinnen und unseren Fans möglichst viele Heimsiege schenken. Es geht darum, jeden Sturm-Fan mitzunehmen, vielleicht auch wieder eine Euphorie auszulösen und zu zeigen: Diese Mannschaft gibt alles für den Verein. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir erfolgreich sein werden.
Zum Abschluss: Was wünschst du dir für dein neues Lebensjahr – sportlich, aber auch privat?
Sportlich wünsche ich mir auf jeden Fall eine möglichst erfolgreiche Saison mit Sturm Graz. Privat wünsche ich mir vor allem Gesundheit, dass ich so lange wie möglich fit bleibe und eine verletzungsfreie Saison spielen kann.