Skynex kämpft mit Putins Drohnen

Ukraine erhebt schwere Vorwürfe gegen Rheinmetall

Von t-online, afp, reuters

02.07.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das mobile Skynex-System im Trainingseinsatz. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/imago)

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Die Ukraine zweifelt an der Zuverlässigkeit des Abwehrsystems Skynex von Rheinmetall. Der nächste Rückschlag für den selbstbewussten Konzernboss Papperger.

Für den Hersteller ist die Sache klar. Das „System ist die neueste Lösung von Rheinmetall für die Luftverteidigung im Nahbereich. Mit seiner offenen und modularen Architektur setzt es neue Maßstäbe in Bezug auf Flexibilität und Erweiterbarkeit“, preist der deutsche Rüstungskonzern sein Waffensystem Skynex auf der Unternehmenshomepage.

Doch nun gibt es Zweifel an der Darstellung. Das Magazin „Stern“ berichtete über Beschwerden aus der Ukraine. Dem Medium liegt ein interner ukrainischer Bericht vor. Demnach habe Skynex bei einem Einsatz am 1. April 2026 in der Ukraine versagt. Eine russische Shahed-Drohne habe trotz mehrfacher Erfassungsmöglichkeiten nicht abgeschossen werden können, heißt es. Es kam zum Explosionseinschlag.

Zwei voneinander unabhängige Beteiligte hätten den Vorfall im Westen der Ukraine bestätigt, meldet der „Stern“ weiter. Dem Bericht zufolge waren zum Schutz des Geländes zwei Skynex-Systeme mit insgesamt acht 35-Millimeter-Kanonen, zwei Radaren und zwei Kommandoposten im Einsatz.

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Skynex wurde in Deutschland und in der Schweiz entwickelt, gefertigt wurde das Luftverteidigungssystem von Rheinmetall ist seit 2023 auch in der Ukraine im Einsatz. Das interne ukrainische Dokument listet eine Kombination aus technischen Defekten und Problemen bei der Zielverfolgung auf.

Rheinmetall: Rückschlag für Papperger

Demnach fielen innerhalb weniger Minuten drei der acht Geschütze unter anderem wegen Hydraulikdefekten, eines Ausfalls des Verfolgungsradars sowie einer Ladehemmung aus. Am Ende hätten lediglich zwei der acht Kanonen das Ziel stabil verfolgen können. Die Skynex-Bilanz aus Kiew lautet: Das System habe eine „geringe technische Einsatzbereitschaft“ gezeigt, „äußerst unzuverlässig“ gearbeitet und nicht den vom Hersteller angegebenen technischen Spezifikationen entsprochen.

imago images 0831660496Vergrößern des BildesRheinmetall-Chef Armin Papperger (M.) mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). (Quelle: IMAGO/Noah Wedel/imago)

Rheinmetall wies die Vorwürfe zurück. Skynex habe sich in der Ukraine „als außerordentlich effektiv und zuverlässig erwiesen“, teilte das Unternehmen dem „Stern“ mit. Doch musste der Konzern zuletzt herbe Rückschläge hinnehmen.