Wenige Tage nach der Veröffentlichung von „Dehumanized“ hat sich Bring Me The Horizon-Frontmann Oli Sykes ausführlich zu den Hintergründen des Tracks geäußert. In einem längeren Instagram-Post erklärt er, dass die Deathcore-Nummer unter anderem durch die Reaktion auf das Zeigen einer Palästina-Flagge während des Reading Festivals 2025 inspiriert wurde. „Dehumanized“ erscheint auf „Count Your Blessings | Repented“, der re-recordeten Neuauflage des BMTH-Debütalbums (VÖ: 10. Juli 2026).

Warnung nach Flaggen-Aktion beim Reading Festival

Nachdem BMTH beim Reading Festival 2025 während „Throne“ eine Palästina-Flagge als Zeichen der Solidarität gezeigt hatten, sei ihm gesagt worden, dass diese Aktion seiner Karriere erheblich schaden könnte:

„I was told that peacefully raising a flag on stage in recognition of a humanitarian catastrophe unfolding where children were being killed would most likely carry career-ending consequences.“

Diese Erfahrung habe ihn zum Nachdenken gebracht.

„It made me realise how we are silently conditioned to suppress our humanity. We think we are free, conscious beings, when in truth we are driven by forces we barely understand.“

Als visuelle Inspiration für das Musikvideo nennt Sykes den Roman „Tender Is The Flesh“: „This video was actually inspired by this book I’m reading rn called Tender Is The Flesh. It’s fucked, have a read if you can.“

Das dystopische Buch der argentinischen Autorin Agustina Bazterrica erschien 2017 im spanischen Original und beschreibt eine Gesellschaft, in der ein Virus sämtliches Tierfleisch kontaminierte. Als Folge wird die Zucht und Schlachtung von Menschen zur legalen Praxis – ein Motiv, das sich sehr deutlich auch im Musikvideo zu „Dehumanized“ wiederfindet.

Ein vollständig funktionierender Schlachthof

Sykes beschreibt, wie er dieses Motiv für „Dehumanized“ zuspitzen wollte: „Some of us are butchers, some of us are lambs, send me to the abattoir, let’s find out which I am – is the crux of this song.“ Der Schlachthof stehe als Metapher für Situationen, in denen die eigene Existenz auf dem Spiel steht: „The abattoir is a metaphor for being put in a place where my very livelihood is facing execution.“ Und weiter: „When empathy becomes an act of anarchy, then you discover whether your values are real.“

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Laut Sykes sollte das Video dieses Thema konsequent zu Ende denken: „I want this video to take that central theme to the worst imaginable conclusion: a fully operational human slaughterhouse.“

Ziel sei es gewesen, Zuschauer:innen direkt zu konfrontieren: „Let’s ask the viewer: At what point does suffering become unacceptable to you? At what point do you draw the line? Every time we’re taught to look away or stay quiet, we lose a little more of who we are.“

Zur Veröffentlichung von „Count Your Blessings | Repented“ am 10. Juli spielen Bring Me The Horizon das Album erstmals in voller Länge live bei zwei exklusiven Shows am 10. und 11. Juli in Manchester. Die Shows sind bereits ausverkauft.

TBA PosterLive · 1 Termin

Bring Me The Horizon — This Is My Revenge: 20 Years Of Count Your Blessings