Iwamoto nutzt also das bekannte Spielzeugsymbol, um komplexe psychologische und gesellschaftliche Zustände zu visualisieren. Durch die Verwendung der ikonischen, oft als gesichtslos oder standardisiert wahrgenommenen Playmobil-Kopfform thematisiert sie gleichsam das Konzept des Individuums als bloßen Teil einer Masse. Im Rahmen der Installation dient die überlebensgroße Figur auch als Stellvertreter:in für anonyme Bürger:innen, deren Identität hinter der standardisierten Form verschwindet.

Stephan Janitzky, ein Künstlerkollege von Iwamato, verweist in einem Essay zu diesem Werk der japanischen Künstlerin auf dessen politische Dimension: „Die Politik inszeniert sich selbst als Performance, wobei die Grenzen zwischen Realität und theatralischer Inszenierung verschwimmen, es klar identifizierbare Akteure gibt und möglichst viel Zuschauer. Wie Popcorn, das im Übermaß konsumiert wird, können so politische Diskussionen zu einer oberflächlichen Befriedigung (und unkritischen Befriedung) führen, ohne die nötige Substanz für nachhaltige Veränderungen zu bieten.“