Der Passauer Bischof Stefan Oster hat an diesem Freitag im Gespräch mit dem Deutschlandfunk für eine „Hermeneutik des Wohlwollens“, geworben mit Blick auf Interpretationen des Andersdenkenden in öffentlichen Debatten.

Oster zu „Magnifica humanitas“: Mensch erkennt anders als KI

Bischof Stefan Oster hat auf den Unterschied zwischen KI und dem menschlichen Erkennen verwiesen: „Das, was man in Bezug auf KI Wissen, Datensammeln und Erkennen nennt, ist etwas …

Anstatt „scharfer Töne“ möchte Bischof Oster „gerne insgesamt in unserer Gesellschaft, in den Medien auch in der politischen Debatte verbal abrüsten“. Primär sei wohlwollend zu versuchen den Andersdenkenden und -handelnden zu verstehen. So solle man „immer erstmal verstehen was meint der andere in seiner Andersheit, wo kommt er her, welche Fragen, Probleme, Verletzungen, Freuden hat er oder sie“. Ein mühsamer Weg welcher jedoch möglicherweise den Kontext scharfer Töne verständlich und damit eventuell entschärfen könne.

Positives Verständnis des Anderen

Auf eine Lösung zur Spaltung innerhalb der Deutschen Bischöfe als auch mit dem Vatikan in Reformfragen angesprochen, erwiderte der Passauer Bischof, dass nicht generell von zwei Seiten zu sprechen sei. Für ihn könne die Erneuerung der Kirche allein aus geistiger Tiefe kommen. Er bemühe sich um ein positives Verständnis des anderen. „Man kann im Grunde nur in Demut das versuchen selber zu leben und deutlich zu machen und zu versuchen Menschen einzuladen und mitzugehen.“ Im sei es wichtig nicht auf den anderen draufzuhauen, sondern im Gespräch zu bleiben. 

(deutschlandfunk– sc)