Nachdem es die ÖFB-Team-Männer am Donnerstag bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA im Sechzehntelfinale mit Europameister Spanien (0:3) zu tun bekamen, treffen morgen die ÖFB-U19 Frauen-Team (2007), die bereits für das Halbfinale qualifiziert sind, auf die amtierenden spanischen Europameisterinnen. Und zwar im letzten Gruppenspiel bei der  Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina in Zenica (Samstag, 4. Juli, 17:00 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) im Bilino Polje Stadion.

„Mit einem Drei-Tages-Rhythmus wie bei einer Europameisterschaft mit maximal fünf Spielen hintereinander ist es natürlich klar, dass wir nicht immer voll durchspielen werden“

Bereits ein Punktgewinn würde der ÖFB-Elf reichen, um die Gruppe B als Gruppensieger zu beenden und damit im Halbfinale am Dienstag, 7. Juli auf den zweiten der Gruppe A zu treffen. Die möglichen Halbfinal-Gegner der Österreicherinnen werden am Freitag, 3. Juli um 17 Uhr zwischen Deutschland, Schweden und Polen ermittelt.

Durch den bereits fixierten Halbfinal-Einzug zieht Teamchef Markus Hackl im letzten Gruppenspiel gegen Spanien auch die ein oder andere Rotation in Betracht: „Mit einem Drei-Tages-Rhythmus wie bei einer Europameisterschaft mit maximal fünf Spielen hintereinander ist es natürlich klar, dass wir nicht immer voll durchspielen werden. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass wir jetzt auch frische Spielerinnen bringen und diese sich auch beweisen können.“

An der Herangehensweise möchte Markus Hackl allerdings nichts ändern: „Wir gehen in jedes Spiel hinein, um es zu gewinnen. Es wird natürlich anspruchsvoll, denn die Spanierinnen sind das spielstärkste Team hier bei diesem Turnier. Aber ich denke, dass wir gegen den Ball schon sehr gut sind und bisher wenig zugelassen haben. Auch wir werden die ein oder andere Situation bekommen, wo wir einen Konter oder hohen Ballgewinn haben.“

„Ich denke schon, dass wir sie mit unserem Pressing auch richtig stören können“

Trotz Außenseiterrolle gegen die Spanierinnen, welche die letzten vier U19-Frauen EM-Finale gewonnen haben, wollen die Österreicherinnen mutig auftreten: „Ich denke schon, dass wir sie mit unserem Pressing auch richtig stören können. Aber natürlich machen sie es mit dem Ball richtig gut. Wenn wir ihre wenigen Fehler im Spielaufbau nutzen können, glaube ich schon, dass wir für uns Momente kreieren können“, so Ella Herbst.

Die Salzburger Mittelfeldspielerin Greta Spinn, die mit ihrem Treffer zum 3:1 im zweiten Gruppenspiel gegen die Schweiz für die endgültige Entscheidung gesorgt hat, möchte den positiven Schwung vom bereits fixierten Halbfinal-Einzug mitnehmen: „Die Vorfreude ist riesengroß, dass wir uns gegen Spanien mit so einer Top-Nation messen dürfen. Sie gehören zu den Besten von Europa, haben eine enorme Qualität. Es herrscht natürlich ein Stück Erleichterung, dass wir schon sicher im Halbfinale stehen.“

„Es ist ein Privileg für uns, überhaupt ins Halbfinale eingezogen zu sein“

Die Spanierinnen starteten mit einem 2:2-Unentschieden gegen die Schweiz in das Turnier, anschließend gab es einen klaren Sieg gegen Island (4:0).

Tina Krassnig sieht das Duell mit den siebenfachen Europameisterinnen auch als Generalprobe vor dem Halbfinale am Dienstag: „Es ist ein Privileg für uns, überhaupt ins Halbfinale eingezogen zu sein. Das Duell mit Spanien ist eine Art Bonusspiel für uns, aber wir wollen trotzdem alles reinhauen, weil wir wissen, dass wir jetzt nur noch richtig gute Gegner bekommen werden. Bei Spanien weiß man einfach, dass sie richtig gut kicken können.“

Die Semi-Finale werden im Trainingszentrum des bosnischen Verbandes in Zenica sowie im Grbavica Stadion in Sarajevo ausgetragen. Dort findet am nächsten Freitag, den 10. Juli, auch das Endspiel um den Europameistertitel statt.

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Fotocredit: Laureen Wilhelm/ÖFB