Zugleich betonte der Staatschef jedoch: „Aber jede solche Zusammenarbeit zum Schutz unserer Partner kann nur ohne Beeinträchtigung unseres eigenen Potenzials hier in der Ukraine erfolgen“. Davor hatte Selenskyj bereits gegenüber Journalisten die Entsendung ukrainischer Drohnenabwehrexperten in die Golfstaaten in Aussicht gestellt. Bedingung sei aber, dass diese zuvor bei Moskau eine Waffenruhe in der Ukraine erwirken. Allerdings war die ukrainische Flugabwehr tags zuvor nicht in der Lage, eine einzelne russische Drohne vor dem Flug über das Zentrum der Hauptstadt Kiew abzufangen.
Ein Öltanker, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört, wird nach Aufbringung durch die belgischen Behörden weiter festgehalten. Die „Ethera“ könne den Hafen Seebrügge erst wieder verlassen, „wenn sie den Vorschriften genügt“ und eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Euro gezahlt werde, erklärte der belgische Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke am Dienstag. Die Inspekteure hätten bei einer Prüfung des Schiffs insgesamt 45 Verstöße festgestellt, darunter technische Mängel, teilte die belgische Regierung mit.
Laut Belgien ist das Schiff Teil der russischen Schattenflotte. Damit werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Moskau westliche Sanktionen umgeht, insbesondere das Öl-Embargo.