Begleitet von Kritik hat in Leipzig das „Till Fest“ des Rammstein-Sängers Till Lindemann (63) begonnen. Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein zweitägiges Open-Air-Festival mit mehreren Bands und Lindemann als Headliner. Dass das „Till Fest“ am Völkerschlachtdenkmal stattfindet, hatte im Vorfeld kritische Äußerungen ausgelöst. Am ersten Abend gab es am Konzertort nach Beobachtung eines dpa-Fotografen keine größeren Proteste.

Der Vorsitzende der Stiftung Völkerschlachtdenkmal, Anselm Hartinger, hatte der „Leipziger Volkszeitung“ gesagt, Lindemanns martialisches Auftreten passe nicht zu einem sensiblen Ort wie dem Völkerschlachtdenkmal. Es gehe der Stiftung nicht um Cancel Culture, sondern um ihr Ziel, „das mit der Erinnerung an Krieg und Leid verbundene Leipziger Wahrzeichen aus seinem in der Geschichte immer wieder benutzten Gewaltkontext zu lösen“. Eine Anwohnerin hatte eine Petition gegen das Festival gestartet.

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Der große Parkplatz vor dem monumentalen Denkmal ist in der Vergangenheit immer wieder für Konzerte genutzt worden. 2022 spielten dort etwa die Fantastischen Vier. Beim „Till Fest“ treten am Freitag und Samstag neben Lindemann noch die US-Bands Ministry und Aesthetic Perfection an beiden Abenden auf. Das übrige Line-up wechselt. Für beide Veranstaltungstage waren noch Tickets zu haben. (dpa)