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Adnan Siddiqi
Mitgründer von DailyGame, Comics- und Movie-Nerd, Retro-Liebhaber, Gitarrenspieler und Sammler von Mega Drive Games. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern, immer auf der Suche nach spannenden Geschichten hinter Spielen und Filmen. Schreibt über Klassiker ebenso wie über aktuelle Trends und liebt es, Hintergründe aus der Gaming- und Entertainment-Welt verständlich aufzubereiten. Begeistert sich für kultige Soundtracks, japanische Rollenspiele und alles, was einen Hauch Nostalgie versprüht.

Nintendo bereitet in Europa offenbar angepasste Produktversionen vor. Der Grund ist keine neue Leistungsstufe, kein größeres Display und auch kein klassisches Hardware-Upgrade. Es geht um etwas viel Praktischeres: den Akku.

Auf seiner offiziellen europäischen Compliance-Seite verweist Nintendo auf die neue EU-Batterieverordnung. Diese schreibt vor, dass Batterien in bestimmten Geräten, die in der EU verkauft werden, ab dem 18. Februar 2027 während der gesamten Lebensdauer des Produkts leicht durch Endnutzer austauschbar sein müssen.

Das klingt zunächst nach trockenem EU-Recht. Für Spieler könnte es aber ziemlich wichtig werden. Denn gerade bei Handhelds und Controllern ist der Akku eines der Bauteile, das mit den Jahren am stärksten altert. Wenn die Kapazität sinkt, hält das Gerät kürzer durch. Bisher bedeutete das oft: Reparaturservice, Bastelarbeit oder im schlimmsten Fall ein Neukauf.

Nintendo bereitet neue Produktversionen vor

Nintendo schreibt auf der offiziellen Seite, dass man Maßnahmen umsetzt, um diese Anforderungen zu erfüllen. Konkret bereitet Nintendo Versionen von Produkten vor, die der Verordnung entsprechen. Damit bestätigt das Unternehmen zwar keine klassische „neue Switch 2“ mit mehr Leistung, aber sehr wohl angepasste Produktversionen für den europäischen Markt.

Besonders spannend ist der Hinweis auf aktuelle Produkte mit Modellnummern, die mit „BEE“ beginnen. Laut Nintendo werden künftige konforme Versionen dieser Produkte eigene Modellnummern erhalten. Zusätzlich soll auf der Verpackung der Code „OSM“ sichtbar sein. Dieser Code kennzeichnet die angepassten Versionen aus regulatorischen Gründen als separate Produkte.

Nintendo Switch 2 Joy Con im Bild - Bild: Nintendo

Nintendo Switch 2 Joy Con im Bild – Bild: Nintendo

Warum das für Spieler wichtiger ist als es klingt

Ein austauschbarer Akku wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Kein Spiel läuft dadurch besser, keine Grafik wird schärfer und kein Ladebildschirm kürzer. Langfristig kann so eine Änderung aber mehr bringen als viele kleine Komfortfunktionen.

Gerade bei Geräten, die regelmäßig geladen und entladen werden, lässt der Akku mit der Zeit nach. Das betrifft Handhelds genauso wie Controller. Nach einigen Jahren hält ein Gerät oft nicht mehr so lange durch wie am ersten Tag. Wenn der Akku dann leichter gewechselt werden kann, verlängert das die Lebensdauer deutlich.

Für Spieler bedeutet das mehr Kontrolle über die eigene Hardware. Statt ein Gerät wegen eines schwachen Akkus früher zu ersetzen, könnte ein Akkutausch reichen. Das ist günstiger, nachhaltiger und für viele Nutzer deutlich fairer.

Europa bekommt dadurch eine praktischere Version

Interessant ist vor allem, dass diese Änderung durch europäische Vorgaben ausgelöst wird. Nintendo betont, dass seine Produkte mit den geltenden EU-Richtlinien und Verordnungen übereinstimmen und dass man entsprechende Maßnahmen zur Einhaltung der Batterieverordnung vorbereitet. Für Spieler in Europa könnte das am Ende ein Vorteil sein. Nicht, weil Nintendo plötzlich eine stärkere Konsole ankündigt, sondern weil Geräte reparaturfreundlicher werden müssen. Genau das ist bei moderner Gaming-Hardware ein unterschätzter Punkt.

Viele Hersteller bauen ihre Geräte immer kompakter, verkleben sie und sind schwerer reparierbar. Die EU-Regel drückt in die andere Richtung. Akkus sollen nicht mehr wie fest verbaute Wegwerfkomponenten behandelt werden, sondern während der Lebensdauer des Produkts leichter ersetzbar sein.

Europa bekommt dadurch vielleicht nicht die spektakulärste neue Version der Nintendo Switch 2. Aber möglicherweise die vernünftigere.


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