
Alexander Zverev hat sein erstes Wimbledon-Viertelfinale mit Verspätung perfekt gemacht.
Der 29-Jährige setzte sich souverän mit 6:4, 7:5, 3:6, 7:6 (8:6) im Achtelfinale gegen den Tschechen Jiri Lehecka durch und kann seinen bisher größten Erfolg an der Church Road feiern.
Aufgrund der nächtlichen Sperrstunde (23 Uhr Ortszeit) im Wimbledon wurde das am Montagabend begonnene Match am Dienstagnachmittag fortgeführt.
Pfeil rechts
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„Es war ein fantastisches Match über zwei Tage. Er hat einen fantastischen Job gemacht. Ich bin sehr glücklich. Wer hätte gedacht, dass ich nur zwölf Jahre brauchen würde, um hier so weit zu kommen“, sagte der strahlende Zverev noch auf dem Court Nr. 1: „Natürlich möchte ich hier noch drei Matches bestreiten.“
Nächster Kontrahent bereits am Mittwoch an selber Stelle ist Angstgegner Taylor Fritz. Gegen den US-Amerikaner hat er eine 5:10- Bilanz. Die jüngste Niederlage kassierte der Hamburger vor ein paar Tagen knapp in drei Sätzen in Halle/Westfalen auf Rasen.
Hochklassiger erster Satz
Zverev startete allerdings nicht so gut in die Partie. Lehecka brachte sein erstes Aufschlagspiel souverän durch, Zverev hatte da deutlich mehr Probleme. 0:40 stand es schon, bevor die Nummer drei der Welt das Ruder noch herumriss und auf 1:1 stellte.
Zverev steigerte sich und konnte sich beim Stande von 4:4 tatsächlich das erste Break holen – und nur Minuten später den ersten Satz. Der 29-Jährige schlug stark auf, spielte variabel und war eine absolute Macht beim Volley. Jeder einzelne seiner Ausflüge ans Netz mündete im Punktgewinn.
Offener Schlagabtausch
Die beiden Kontrahenten machten im zweiten Satz weiter, wo sie aufgehört hatten und boten sich eine ausgeglichene Partie. Zverev spielte mit viel Ruhe und steigerte langsam seine Leistung. Das spürte der Tscheche, der zunehmend unruhiger wurde und beim Versuch schnell zu punkten, Fehler machte. Ohne Punktverlust glich Zverev zum 2:2 aus.
Tscheche Jiri Lehecka im Achtelfinale gegen den Deutschen Alexander Zverev
Leheckas nervöse Phase hielt aber nur kurz an. Dank seines sicheren Aufschlagspiels schnappte sich der Tscheche die erneute Führung zum 4:3. Der zweite Durchgang war zu diesem Zeitpunkt komplett offen. Zverev wartete auf seine Chancen und holte sich das Break zum 6:5. Den zweiten Satz sicherte er sich dann sogar noch mit einem fehlerfreien Aufschlagspiel zu Null.
Spielunterbrechung im dritten Satz
Der Krimi ging weiter. Lehecka startete gut in den dritten Satz, holte sich mehrfach die Führung, doch Zverev hielt dagegen und glich immer wieder aus. Mit dem letzten Service des Abends schnappte er sich den Ausgleich zum 3:3.
Am nächsten Tag hatte Zverev erneut Startschwierigkeiten. Gleich sein erstes Aufschlagspiel gab er ab. Lehecka blieb cool, schlug gut auf und holte sich den Satz mit 6:3.
Entscheidung im Tiebreak
Im vierten Satz lieferten sich beide Spieler eine umkämpfte Partie. Absetzen konnte sich keiner, so dass es beim Stand von 6:6 auf den Tiebreak ankam. Dort präsentierte sich der Hamburger mutig und nervenstark. Er führte schnell mit 4:1.
Zwar bäumte sich Lehecka nochmal bis zum 5:6 auf und wehrte per Ass auch noch einen Matchball selbst ab und hatte Glück, dass Zverev bei seiner zweiten Chance einen Doppelfehler produzierte. Aber seinen dritten Matchball nutzte Zverev, weil Lehecka eine Rückhand unverhofft ins Netz legte.