Marcela Torres Heredia und Berthold Molden vor der Textilwand

Marcela Torres Heredia und Berthold Molden vor der Textilwand

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APA/Wolfgang Huber-Lang

Rund 20.000 Menschen aus Lateinamerika und der Karibik leben heute in Wien. In der Community Gallery des Wien Museums werden ihre Geschichten und Erfahrungen ab Donnerstag sichtbar. Im Rahmen eines EU-geförderten Projekts wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren in Partnerschaft mit dem Österreichischen Lateinamerika-Institut und der Akademie der bildenden Künste Wien unermüdlich vernetzt und gesammelt. „Viena Latina – Leben zwischen den Welten“ ist bis Ende Mai zu sehen.

Es ist eine räumlich und historisch nicht sonderlich ausgreifende Schau. Einerseits habe man sich vor allem auf die Gegenwart und die jüngere Vergangenheit ab 1945 beschränken wollen, um auch Rückkehrer aus der Migration der NS-Zeit einzubeziehen, andererseits habe das Projekt viele Standbeine und sei nicht nur auf jene Objekte beschränkt, die man in einem kleinen Raum hinter dem Museumscafé zeigt, sagte Berthold Molden vom 15-köpfigen Kuratoren-Team am Mittwoch bei einem Pressegespräch. So wurden in einem Oral History Projekt 71 Erfahrungsberichte aufgezeichnet und abrufbar gemacht, ein Online-Archiv ins Leben gerufen, in dem jeder und jede Fotos zentraler Erinnerungsgegenstände und -dokumente hochladen kann, und eigene thematische Stadtspaziergänge entworfen.