Auch wenn das ÖFB-U19 Frauen-Team im historisch ersten EM-Halbfinale eines österreichischen Frauen-Nachwuchsnationalteam im Grbavica Stadion von Sarajevo gegen Deutschland am Ende verloren war, kann das Team von Coach Markus Hackl erhobenen Hauptes auf die dritte U19-EM-Teilnahme blicken. Kapitänin Valentina Illinger, die bereits in der ersten Halbzeit verletzt ausschied, und Co. lieferten den sechsfachen Europameisterinnen einen großen Fight und gaben sich erst in der Verlängerung mit 0:1 geschlagen. Nachfolgend STATEMENTS aus dem rot-weiß-roten Lager, inkl. von Josef Pröll.

„Die Spielerinnen haben alles auf dem Platz gelassen“

ÖFB-U19-Frauen-Teamchef Markus Hackl: 

„Als erstes möchte ich dem deutschen Team gratulieren zum Einzug ins EM-Finale. Es war für mich wohl das schwierigste Spiel als Teamchef. Wir hatten nicht nur den Trainingsrückstand von Greta Spinn zu Turnierbeginn, die in der Qualifikation herausragende Leistungen gezeigt hat, zu beklagen, sondern auch die Verletzungen von Anna Osl und Sara Grabovac sind schwer ins Gewicht gefallen.

Dazu mussten wir in der ersten Hälfte bereits mit Valentina Illinger unsere Kapitänin auswechseln. In den letzten Tagen ist außerdem ein Magen-Darm-Virus dazugekommen, mit dem wir im Team zu kämpfen hatten. Die Spielerinnen haben alles auf dem Platz gelassen. Jetzt sind wir natürlich erst einmal extrem enttäuscht, auch wenn wir wirklich ein super Turnier erlebt haben. Es waren intensive Tage und ich bin extrem stolz, wie die Spielerinnen, aber auch alle im Betreuerstab durchgezogen haben.“

„Mit ihrem Einsatz, ihrem Teamgeist und ihren Leistungen haben unsere Spielerinnen viele junge Mädchen und Burschen für den Fußball begeistert“

Josef Pröll, ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender: 

„Der erstmalige Einzug ins EM-Semifinale ist und bleibt ein historischer Erfolg für den ÖFB und den heimischen Frauenfußball. Auch wenn der Traum vom Finale heute nicht in Erfüllung gegangen ist, schmälert das weder die außergewöhnliche Leistung dieses Teams noch den Stolz, den wir empfinden.

Ich gratuliere Teamchef Markus Hackl, den Spielerinnen und dem gesamten Betreuerteam zu einem äußerst erfolgreichen Turnier, das den österreichischen Frauenfußball weiter voranbringen wird. Mit ihrem Einsatz, ihrem Teamgeist und ihren Leistungen haben unsere Spielerinnen viele junge Mädchen und Burschen für den Fußball begeistert.“

„Wenn wir jetzt nach Hause kommen und ein wenig Abstand haben, werden auch die positiven Gefühle hochkommen“

Maja Keckeis: 

„Ich glaube, dass uns am Ende schon einfach die Kräfte gefehlt haben. Dass das Tor ausgerechnet nach einem Standard fällt, ist extrem bitter. Wir können trotzdem stolz sein.

Wenn wir jetzt nach Hause kommen und ein wenig Abstand haben, werden auch die positiven Gefühle hochkommen, weil es einfach ein super cooles Team ist und ich bin einfach stolz und dankbar, dass ich ein Teil davon sein durfte.“

„Wir können mit Stolz nach Hause fliegen“

Vivien Grabenhofer: 

„Es ist schwer, die richtigen Worte für das Spiel zu finden. Das war extrem intensiv und ein sehr, sehr hartes Spiel, vor allem über die 120 Minuten auch die Konzentration hochzuhalten. Aber ich bin richtig stolz auf unsere Leistung, nicht nur heute, sondern generell im Turnier und auch davor in den Qualirunden.

Wir haben gezeigt, was in uns steckt, alles gegeben. Jetzt ist es noch schwer, sich über die Geschichte, die wir geschrieben haben, zu freuen. Das wird aber kommen in den nächsten Tagen. Wir können mit Stolz nach Hause fliegen.“

Auch wenn die Halbfinal-Niederlage bitter ist und die ÖFB-U19-Frauen nur knapp das Finale verpasst haben, brauchen sich Greta Spinn & Co. keineswegs verstecken. Die Österreicherinnen haben ein großartiges EM-Turnier gespielt und dabei wiederholt personelle Rückschläge weggesteckt.

„In den nächsten Tagen werden wir realisieren, was wir erreicht haben“

Ronja Leidler: 

„Es tut sehr weh. Wir haben so hart gearbeitet, auch die letzten Tage. Wir wollten unbedingt ins Finale einziehen, darum ist die Enttäuschung sehr groß. Es war eine extrem intensive Partie gegen Deutschland, sie haben es uns sehr schwer gemacht.

Aber wir hatten schon Momente mit Nadelstichen. In den nächsten Tagen werden wir realisieren, was wir erreicht haben.“

Siehe auch:

EM-Halbfinal-Krimi: ÖFB-U19-Frauen unterliegen Deutschland nach Verlängerung

Alle Infos zur U19 EM der Frauen

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Fotocredit: Laureen Wilhelm/ÖFB