Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Kiew durch Serie von Explosionen erschüttert

Aktualisiert am 08.07.2026 – 02:00 UhrLesedauer: 10 Min.

Rettungskräfte sind in Kiew, Ukraine, damit beschäftigt, einen Brand zu löschen, der nach russischen Raketenangriffen ausgebrochen ist. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Rettungskräfte sind in Kiew, Ukraine, damit beschäftigt, einen Brand zu löschen, der nach russischen Raketenangriffen ausgebrochen ist. (Archivbild) (Quelle: Danylo Antoniuk/AP/dpa)

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Die Ukraine verschärft die Sprit-Krise auf der Krim. In Kiew schlagen erneut Raketen ein. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Kiew von Serie von Explosionen erschüttert

Kiew ist am Mittwochmorgen von einer regelrechten Serie von Explosionen erschüttert worden. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen.

Kiew ist am Mittwochmorgen von einer regelrechten Serie von Explosionen erschüttert worden. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP aus der ukrainischen Hauptstadt berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen. „Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Bleiben Sie in den Schutzräumen“, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in Onlinemedien.

Durch die russischen Angriffe gerieten Klitschko zufolge mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“ in Brand. Die neue Angriffswelle erfolgte nur einen Tag nachdem durch Attacken der Truppen Moskaus in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden waren.

Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben dringend Nachschub für ihre Luftabwehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte am Dienstag unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Ankara „mehr Entschlossenheit“ bei der Versorgung seines Landes. Die „oberste Priorität“ der Ukraine sei derzeit, „mehr Luftabwehrraketen zu bekommen“, sagte Selenskyj auf dem Nato-Rüstungsforum in der türkischen Hauptstadt.

Ukraine schließt weitere Drohnen-Abkommen

Die Ukraine schließt nach eigenen Angaben am Rande des Nato-Gipfels in Ankara drei weitere Drohnen-Abkommen mit Dänemark, Estland und den Niederlanden ab. Damit steige die Zahl dieser Vereinbarungen auf neun, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sein Land gebe dabei die im Krieg gegen Russland gewonnene Expertise weiter. Zudem sei es das Hauptziel der Ukraine bei dem Treffen in der türkischen Hauptstadt, weitere Luftverteidigungssysteme zu erhalten.

Selenskyj fordert von Nato „mehr Entschlossenheit“ bei Flugabwehr der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von den Nato-Ländern „mehr Entschlossenheit“ bei der Versorgung seines Landes mit Flugabwehrfähigkeiten gefordert. Die „oberste Priorität“ der Ukraine sei derzeit, „mehr Flugabwehrraketen zu bekommen“, sagte Selenskyj auf dem Nato-Rüstungsforum in Ankara am Dienstag. „Alles andere sind wir in der Lage, selbst zu leisten“, betonte er.

„Wenn es um die Luftverteidigung geht, brauchen wir den entschlossenen Willen unserer Partner“, sagte Selenskyj. „Bitte sorgen Sie dafür, dass mehr Entschlossenheit und mehr Entscheidungen für die Luftverteidigung zu den wichtigsten Ergebnissen dieses Nato-Gipfels in Ankara gehören“, fuhr er fort.

Zudem riet er den Nato-Alliierten zu schnelleren Vorbereitungen auf eine Kriegsführung mit und gegen Drohnen. Zugleich rief er auf dem Rüstungsforum der Nato beim Gipfeltreffen in Ankara auf, sich an einer Initiative zur gemeinsamen Produktion unbemannter Systeme zu beteiligen. Drohnen und die Technologie der Kampfführung auf Entfernung bedeuteten einen revolutionären Wandel in der Kriegstechnik, sagte er. Ukrainische Rüstungsunternehmen zählten dabei nun zu den stärksten in Europa und hätten sich im modernen Krieg bewährt.