Letztes Jahr dominierte Superman mehrere Wochen lang die Kinocharts und erwies sich als langlebiger Sommer-Blockbuster und spielte weltweit über 600 Millionen US-Dollar ein. Der zweite Film aus dem neuen DC-Universum könnte dagegen schon wenige Wochen nach seinem Start bei Amazon und Co. im Stream landen.
Trotz einer phänomenalen Milly Alcock in der Hauptrolle deutet alles darauf hin, dass Supergirl einer der größten Flops des Jahres wird. Finanziell blieb der Film weit hinter den Erwartungen zurück. An seinem zweiten Wochenende brach er um 77 Prozent an den US-amerikanischen Kinokassen ein – ein vernichtendes Urteil.
Supergirl soll noch vor Ende Juli ins Streaming kommen
Laut dem Leaker-Account The Beyond Reporter soll Warner Bros. bereits Konsequenzen gezogen und das exklusive Leinwandleben des Films deutlich verkürzt haben. Angeblich erscheint Supergirl am 28. Juli 2026 als PVOD (Premium Video on Demand) im Stream – rund einen Monat, nachdem der Film in den Lichtspielhäusern gestartet ist.
Offiziell ist der Veröffentlichungstermin noch nicht. Bei Amazon ist jedoch eine Landing-Page zu finden, auf der es heißt: „Veröffentlichungsdatum folgt in Kürze.“ Es gibt sogar erste Kaufoptionen: Wer Supergirl als UHD vorbestellen will, zahlt 19,99 Euro. Wer den Film zusammen mit Superman schauen will, kommt auf 27,98 Euro.
An den Kinokassen ist derweil fraglich, ob Supergirl überhaupt sein Budget einspielen kann. Zwischen 170 und 186 Millionen US-Dollar soll der Film gekostet haben. Aktuell steht er bei knapp 100 Millionen US-Dollar Einspiel. Die 200-Millionen-Marke wird er voraussichtlich nicht mehr erreichen – und selbst wenn, wäre er noch ein Flop.
An den Kinokassen wird Supergirl nicht mehr erfolgreich
Die Faustregel des Erfolgs in Hollywood besagt, dass ein Film das Zwei- bis Dreifache seines Budgets einspielen muss, um profitabel zu werden. Neben den Produktionskosten verschlingt nämlich auch das Marketing enorme Summen – in diesem Fall 130 Millionen US-Dollar. Zudem werden die Einnahmen mit den Kinos geteilt.
Mit einem zeitigen PVOD-Release könnte Warner zumindest noch einen Teil der Aufmerksamkeit mitnehmen, die der Film aktuell hat, und darauf hoffen, dass Supergirl mit den komfortablen Vorzügen des Heimkinos besser funktioniert. Dass Filme, die auf der Leinwand schlecht laufen, zügiger in den Stream kommen, ist nicht unüblich.
Mehr zu Supergirl:
Am eindrucksvollsten ist das Sci-Fi-Abenteuer dennoch im Kino. In seinem Herzen ist Supergirl ein waschechter Sommer-Blockbuster, der sich am Erfolgsrezept der Guardians of the Galaxy-Filme orientiert. Sehr viel Musik, Action und gute Laune, aber auch kratzige Figuren, die vor abenteuerlicher Kulisse über sich herfallen.
Seit dem 25. Juni 2026 könnt ihr das auf der Leinwand erleben.