Die portugiesische Regierung erlaubt den USA, den Militärstützpunkt Lajes auf der zu Portugal gehörenden Azoren-Insel Terceira im Atlantik für den Iran-Krieg zu nutzen. Die Erlaubnis sei jedoch nur unter „bestimmten Bedingungen“ erteilt worden, sagte Ministerpräsident Luís Montenegro am Mittwoch im Parlament. Dazu gehöre, dass die Einsätze „defensiv“, „notwendig und verhältnismäßig“ und „ausschließlich gegen militärische Ziele“ gerichtet seien.

„Diese drei Bedingungen stehen im Einklang mit dem Völkerrecht“, betonte Montenegro. Die portugiesischen Behörden hatten zuvor eingeräumt, dass die USA ihre Nutzung der Basis in den Wochen vor dem Iran-Krieg intensiviert hatten. Diese Einsätze seien auf Grundlage einer allgemein gehaltenen, jährlich erneuerten Genehmigung ausgeführt worden.

Aufgrund ihrer strategischen Lage mitten im Atlantik wurde der Stützpunkt Lajes gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von den Alliierten genutzt. Ein Abkommen, das seine Nutzung durch die USA regelt, wurde 1951 unterzeichnet.

Ein Vertreter des Iran dementiert einen US-Medienbericht, wonach der Iran Nachrichten an die USA gesandt habe. „Es wurde keine Nachricht vom Iran an die USA gesendet, und es wird auch keine Antwort auf US-Nachrichten gegeben werden. Die iranischen Streitkräfte haben sich auf einen langen Krieg vorbereitet“, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim den Insider. Das Portal „Axios“ hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Vertreter und eine zweite Quelle berichtet, die Iraner hätten in den vergangenen Tagen Botschaften an die USA gesandt, diese hätten darauf aber nicht reagiert. US-Präsident Donald Trump selbst hatte bereits am Sonntag gesagt, die iranische Seite wolle reden und er habe dem zugestimmt. „Also werde ich mit ihnen reden“, hatte Trump gesagt.

In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 07.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet.

An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder.

Die genaue Zahl der heimgeholten Reisenden war zunächst unklar. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze, es müssen aber auch die Crew des Hinflugs sowie weiteres Personal mitgenommen werden. Die übliche Flugzeit zwischen Maskat und Frankfurt beträgt zwischen sieben und acht Stunden. Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht. Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.