Herzstück des Gesamtprojekts ist der rund drei Kilometer lange „Klimatunnel“. Ausgehend von der Fernkältezentrale stellt er durch seinen Verlauf über das Design Center und die Goethestraße bis zur Rainerstraße die zentrale Versorgungsachse der Linzer Fernkälteversorgung dar. Kundenanlangen können ausgehend von den sechs Schächten direkt an das oberflächennahe Netz angeschlossen werden. Errichtet wird der Tunnel mittels eines präzisen Microtunneling-Verfahrens.

Neben seinen Diensten als Hauptversorgungsachse der Fernkälte stellt der Klimatunnel für die Linz AG auch ein internes Vorzeigeprojekt dar: Alle Leitungsbetreiber des Energieversorgers – Wasser, Strom, Gas, Telekom, Kälte, Wärme und Abwasser – setzen das Großprojekt gemeinsam um. Manche sind direkt in den Klimatunnel involviert, andere wiederum treffen Vorbereitungsmaßnahmen entlang der Trasse. Im Tunnel selbst werden unten vier DN 600 Rohre für die Fernkälte (zwei Systeme mit Vor- und Rücklauf), darüber zwei 110-kV-Stromsysteme sowie vier Rohre für die 10-kV-Mittelspannung verlegt. Zusätzlich sind zwei Rohre für Telekommunikation und Glasfaser vorgesehen. Die Kälterohre bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit einer Wandstärke von etwa zehn Millimetern. Der gesamte Tunnel befindet sich in einer Tiefe von rund 30 Metern, ist begehbar und mit Beleuchtung, Kommunikationsmöglichkeiten sowie einem abgestimmten Brandschutz- und Sicherheitskonzept ausgestattet. 

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