Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Produzent Andrew Watt, mittlerweile zum Haus- und Hof-Klangtüftler der ganz Großen mutiert (u.a. auch Paul McCartney, Ozzy Osbourne, Madonna und Elton John), hat dabei das richtige Ohr, um die großartigen Ideen der honorigen Herren so zu kanalisieren, dass sie in einer beeindruckenden Frische aus den Boxen ballern. In den West Londoner Metropolis Studios hat sich die gesamte Band dann für nicht einmal einen ganzen Monat einquartiert, um an den 14 stolzen Songs Hand anzulegen und sie fertigzubasteln. Zehn davon sind nagelneu geschrieben und ausgeformt, drei hat man aus den Sessions von „Hackney Diamonds“ übriggehabt mit dem Vorsatz, sie ohnehin einmal rauszubringen (u.a. „Covered In You“, auf dem Beatle Paul McCartney Bass spielt). „Hit Me In The Head“, bereits 2009 begonnen, ist eine demütige, aber bewusst flotte Verneigung vor dem 2011 verstorbenen Drummer Charlie Watts, den man hier noch einmal im Jazz-Rock’n’Roll-Rhythmus lauschen darf und der den Stones vor fünf Jahren erstmals ein Gefühl einer möglichen Sterblichkeit näherbrachte.