ABBA steht für gute Laune und Leichtigkeit, eingängige Melodien und starke Auftritte. Die Tuttlinger Tributeband ABBAmaniac brachte mit ihrer Show beim Sound Beach Festival in Überlingen das Lebensgefühl der Siebzigerjahre in den Uferpark. „Leicht, locker, fröhlich. Da war die Welt noch in Ordnung“, sagt ein Besucher, der diese Zeit als Teenager erlebt hat. Songs, die jeder kennt, von „Waterloo“ bis „Thank You for the Music“, wecken Erinnerungen an das erste Verliebtsein, die Disco-Zeit, oder an die Kindheit – jedes Alter ist hier vertreten. Manch einer ist mit ABBA aufgewachsen, hat die Musik im Radio gehört oder sogar selbst in der Musikkapelle gespielt. „ABBA geht immer, über alle Generationen“, sagt Dagmar Leberer. Andrea Hahn kann das nur bestätigen: „ABBA hebt immer die Stimmung, es trägt.“ Ob „Dancing Queen“, „Fernando“ oder „Take a Chance on Me“: Die Songs sind allen geläufig. Besonders „Mamma Mia“ wurde durch das Musical und die Filme erneut bekannt.

Glitzernd glänzende Schlaghosen

ABBAmaniac, die Band des Abends, das sind: Werner Schuler (Björn), Jenny Hirt (Agnetha/Annifrid), Madeline Fausel (Agnetha/Annifrid), Horst Fausel (Benny), Thomas Diefenbacher am Bass und Flo Schmidberger an den Drums. Sie sind mit ABBA aufgewachsen und bringen die zeitlos beliebte schwedische Band in Süddeutschland auf die Bühnen – kraftvoll, mit starken Stimmen und allem, was sonst dazugehört, einschließlich originalgetreuer Kleidung. Das Outfit wechseln sie mehrfach am Abend zwischen Schlaghose und Minikleid, glänzend und glitzernd, weiß, goldfarben und schwarz. Weitere Abwechslung im Programm bringen kurze Einlagen, wie die Frage, ob wohl Frauen oder Männer die größeren Fans sind – zu erkennen beim Mitsingen zu „Fernando“. Das Ergebnis ist eindeutig: „Mädels, ihr seid einfach die Besten“, so der Kommentar von der Bühne.

ABBAeröffnete das Sound Beach Festival im Überlinger Uferpark mit einer mitreißenden Show vor begeistertem Publikum und Seekulisse.

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ABBAeröffnete das Sound Beach Festival im Überlinger Uferpark mit einer mitreißenden Show vor begeistertem Publikum und Seekulisse.
Foto: Eberhard Schall

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ABBAeröffnete das Sound Beach Festival im Überlinger Uferpark mit einer mitreißenden Show vor begeistertem Publikum und Seekulisse.
Foto: Eberhard Schall

Feiern mit den Armen in der Luft

Im Uferpark herrscht das pralle Leben. In leuchtenden Farben, glitzernden Outfits, langen bunten Kleidern und Schlaghosen jeglicher Art freuen sich alle über die Show. Die startet passenderweise mit „Waterloo“, dem ersten unter dem Namen ABBA veröffentlichten Song. Kaum hat die sechsköpfige Band die Bühne betreten und die ersten Rhythmen angeschlagen, sind schon die Arme in der Luft. Und so geht es den ganzen Abend weiter. Mit einer gelegentlich noch spürbaren Melancholie ist es spätestens bei „So Long“ vorbei. Es wird mitgesungen, gelacht und getanzt.

Glitzer, Federboa und pinke Sonnenbrillen: Manche Besucher des Sound Beach Festivals wie (von links) Susanne Tröster, Clemens Veit, Winfried Demel und Susanne Kühne kamen zum Auftritt von Abbamaniac sogar stilecht im Siebziger-Look.

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Glitzer, Federboa und pinke Sonnenbrillen: Manche Besucher des Sound Beach Festivals wie (von links) Susanne Tröster, Clemens Veit, Winfried Demel und Susanne Kühne kamen zum Auftritt von Abbamaniac sogar stilecht im Siebziger-Look.
Foto: Eberhard Schall

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Glitzer, Federboa und pinke Sonnenbrillen: Manche Besucher des Sound Beach Festivals wie (von links) Susanne Tröster, Clemens Veit, Winfried Demel und Susanne Kühne kamen zum Auftritt von Abbamaniac sogar stilecht im Siebziger-Look.
Foto: Eberhard Schall

Auch wer sich nicht unter die Menge mischen will, hat ausreichend Möglichkeiten, es sich gut gehen zu lassen. Am Ufer sind Liegestühle aufgebaut, Tanzpaare finden Raum auf den freien Rasenflächen, und rundherum gibt es Essen und Getränke.
Überall ist zu sehen, dass die Besucher sich wohl miteinander fühlen, ob Mutter und Tochter, lachende Teenager in der Gruppe oder sich umarmende Paare und Freunde.

Das Sound Beach Festival geht weiter

Für Markus Nothhelfer ist das Festival „ein Gartenfestival“. Er möchte, dass sich alle wohlfühlen. Mit den ausgewählten Gruppen soll ein möglichst breites Spektrum angeboten werden. Am Freitag, den 10. Juli steht der „DJ Beach“ auf dem Programm, der das junge Publikum ansprechen soll. Am Samstag, den 11. Juli endet das Festival mit der Gruppe „Marquess“. Im Vorfeld gibt es ab 19 Uhr Salsa zum Mitmachen von René Martínez.

Festival von 40 Sponsoren getragen

Markus Nothhelfer, der das Sound Beach Festival zum vierten Mal mit seinem Geschäftspartner Jens Neumann veranstaltet, ist sehr zufrieden. Er schätzt die Anzahl der Besucher auf rund 1000, die größtenteils aus anderen Orten der Region kommen. Nothhelfer und Neumann organisieren das Festival in ihrer Freizeit. Sie arbeiten mit Partnern zusammen, die für das Kulinarische sorgen und sich um Technik und Beleuchtung kümmern. Leckereien von Speisen, kalten Getränken, Kaffee oder Eis gibt es an diversen Ständen.
Dass sich das Festival trägt, ist den 40 Sponsoren zu verdanken, die am Eingang auf den Bannern abgebildet sind. Für diese ist im hinteren Teil des Geländes ein VIP-Zelt aufgebaut.

Leadsängerin Madeline Fausel alias Agnetha/Annifried ließ das Publikum echtes ABBA-Feeling erleben.

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Leadsängerin Madeline Fausel alias Agnetha/Annifried ließ das Publikum echtes ABBA-Feeling erleben.
Foto: Eberhard Schall

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Leadsängerin Madeline Fausel alias Agnetha/Annifried ließ das Publikum echtes ABBA-Feeling erleben.
Foto: Eberhard Schall

Ordnungshüter sind dort sowie am Eingang präsent. Der Abend verläuft durchweg fröhlich und friedlich. Im zweiten Set steigt die Stimmung sogar noch weiter. Die Band dreht immer weiter auf, und wer sich in der Menge umschaut, blickt in die strahlenden Gesichter der Tanzenden. Nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit klingt das Programm mit „Thank you for the Music“ aus. „Ein toller, gelungener Abend. Noch besser als im letzten Jahr“, sagt der Besucher Wilfried Demel. Und Susanne Kühne freut sich, dass ihr Lieblingslied „Lay All Your Love on Me“ gespielt wurde.