Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Tschechiens Präsident warnt Kiew: Zwei Monate, bis Putin eskaliert

Aktualisiert am 09.07.2026 – 18:19 UhrLesedauer: 14 Min.

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Petr Pavel beim Nato-Gipfel in Ankara: Der tschechische Präsident glaubt, dass Putin in Russland zeitnah eine Generalmobilmachung ausrufen könnte. (Quelle: IMAGO/Metin Aktas/imago)

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Tschechiens Präsident warnt: Kiew hat zwei Monate, bis Putin eskaliert

Der tschechische Präsident Petr Pavel warnt, dass Russland nach den Parlamentswahlen am 20. September den Krieg in der Ukraine eskalieren könnte. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Telegraph“ erklärte Pavel, dass Kremlchef Putin eine Generalmobilmachung anordnen könnte, sobald die Wahlen abgeschlossen sind. „Bis dahin gibt es ein Zeitfenster, um Russland klarzumachen, dass wir bereit sind, Verhandlungen aufzunehmen“, sagte der ehemalige Nato-General.

Pavel betonte, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse, um es zu Friedensgesprächen zu bewegen. Die russische Bevölkerung sei zunehmend kriegsmüde, und die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russisches Territorium hätten die innenpolitischen Spannungen verschärft. „Wenn dieser Druck anhält, könnte Russland eher zu Verhandlungen bereit sein“, so Pavel.

Die russischen Parlamentswahlen könnten laut Pavel ein Wendepunkt sein. Eine Mobilmachung vor den Wahlen sei unwahrscheinlich, da sie bei der Bevölkerung auf Widerstand stoßen würde. Doch nach dem Urnengang könnte Putin härtere Maßnahmen ergreifen, um die militärische Lage zu stabilisieren. Pavel forderte die Nato auf, die Ukraine weiterhin militärisch zu unterstützen und gleichzeitig diplomatische Bemühungen zu verstärken.

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Russland hat die Zusagen des Nato-Gipfels an die Ukraine als „verantwortungslos“ verurteilt. Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium am Mittwochabend in Moskau. Es warf den Mitgliedsländern des Militärbündnisses „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“.