Bregenz ist bereit: Noch knapp zwei Wochen, dann starten die vierwöchigen Festspiele mit Verdis Oper „La traviata“ auf der Seebühne. Seit drei Wochen probt Regisseur Damiano Michieletto mit Dutzenden von Sängern, Tänzern und Statisten auf der Bühne im Bodensee, meist unter gleißender Sonne und bei schweißtreibenden Temperaturen. Schatten gibt es dort keinen, nicht einmal das 28 Meter hohe Bühnenbild, ein Riesenspiegel, den Michielettos italienischer Landsmann Paolo Fantin entworfen hat, kann einen werfen, weil nach Norden hin ausgerichtet. Dennoch laufe alles bestens, versichern die Festivalmacher um Intendantin Lilli Paasikivi. Ab dem kommenden Wochenende, wenn die Wiener Symphoniker anreisen und die Endproben in Kostümen anstehen, wird es so richtig ernst.